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    Versicherungen: deutlich höhere Streikbeteiligung

    Versicherungen: deutlich höhere Streikbeteiligung

    Warnstreik im privaten Versicherungsgewerbe. Es beteiligten sich zwischen 800 und 900 Beschäftigte am Warnstreik. Gregor Völkl Am Warnstreik beteiligten sich zwischen 800 und 900 Beschäftigte

    Am Montag gingen zwischen 800 und 900 Beschäftigte am größten Versicherungsstandort Deutschlands, München, auf die Straße. Schwerpunkt dieses Warnstreiks waren die Arbeitgeber Allianz, Ergo und Generali. Damit folgten deutlich mehr Beschäftigte dem Warnstreikaufruf als noch im Juni. "An der Demonstration vom S-Bahnhof Unterföhrung bis zum Kundgebungsovor dem Bürgerhaus in Unterföhring beteiligten sich rund 250 Angestellte", berichtete Gregor Völkl, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bereich Finanzdienstleistungen.

    Besonders die Servicemitarbeiter beteiligten sich an der Arbeitsniederlegung. Die Service-Telefonnummern der Allianz und Ergo waren Bandansagen geschaltet, die Kunden informierten, dass keine Anrufe entgegen genommen werden konnten.

    ver.di fordert für die Angestellten bei den privaten Versicherungen 4,5% mehr Lohn und 50 Euro mehr für die Auszubildenden, außerdem die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Zusätzlich fordert ver.di 80 Euro Monatsbeitrag für eine zusätzliche Altersversorgung, der nur den ver.di-Mitgliedern zusteht. Die Arbeitgeber hatten zuletzt geradeeinmal durchschnittlich 1,1% auf drei Jahre angeboten.