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    Über 2.000 Streikende im Öffentlichen Dienst der Länder

    Über 2.000 Streikende im Öffentlichen Dienst der Länder

    Das ist ein äußerst starkes Signal und stärkt der ver.di-Verhandlungskommission den Rücken.

    Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern

    Über 2.000 Beschäftigte aus Kliniken, der Verwaltung, Theatern, der bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, Museen und Ämtern streikten am 26. Februar 2019, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Bayernweit streikten deutlich mehr als 5.000 Beschäftigte.

    Die Beschäftigten fordern 6% Lohnerhöhung, mindestens aber 200 € sowie zusätzlich eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 300 € für Pflegebeschäftigte. Auszubildende sollen mindestens 100 Euro mehr bekommen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen kategorisch als "unfinanzierbar" ab, obwohl die Steuereinnahmen 2018 der Länder alleine um 1,7 Milliarden Euro stiegen.

    Peter Hoffmann vom Tarifsekretariat Bayern betonte die Bedeutung von Tarifsteigerungen für das Pflegepersonal: „Der Personalmangel ist hier dramatisch. Nur mit besseren Löhnen kann Nachwuchs dafür gewonnen werden“, so Hoffmann. „Das Herumlavieren am Verhandlungstisch akzeptieren wir nicht länger“, erklärte der Tarifkoordinator von ver.di Bayern, Norbert Flach. Die Arbeitgeber seien nun in der dritten Verhandlungsrunde am Zug, endlich ein verhandlungs- und abschlussfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

    „Das ist ein äußerst starkes Signal und stärkt der ver.di-Verhandlungskommission den Rücken“, betonte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern und Hauptrednerin in München. In der nächsten Verhandlungsrunde sollen die Arbeitgeber endlich ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen.

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