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    Protest vor dem peruanischen Konsulat

    Protest vor dem peruanischen Konsulat

    In Peru wurde am Sonntag den 10. April ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Zu der Abstimmung aufgerufen waren 23 Millionen Menschen, es herrscht Wahlpflicht. Deshalb wurden auch in den Botschaften und Konsulaten des südamerikanischen Landes überall auf der Welt Wahllokale eingerichtet, in denen im Ausland lebende Peruaner ihre Stimme abgeben können. Gewerkschafter nutzten das, um in München vor der dortigen Vertretung des südamerikanischen Landes gegen die Ausweisung ihres Kollegen Orhan Akman zu protestieren. Der Beauftragte der internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI Américas, der zuvor ver.di-Sekretär in der bayerischen Landeshauptstadt gewesen war, musste Peru am 31. März verlassen, weil er die Beschäftigten des Handelskonzerns Cencosud bei deren Arbeitskampf unterstützt hatte.

    Am Freitag hatte sich auch der bayerische Landesbezirksvorstand von ver.di an die peruanische Regierung gewandt und gefordert: »Die Ausweisungsverfügung gegen Orhan Akman muss aufgehoben werden; er muss wieder ohne Probleme nach Peru ein- und ausreisen dürfen. Handelskonzerne - allen voran Cencosud – müssen unter Druck gesetzt werden, damit UNI Américas und Orhan Akman ihre Arbeit weiterhin in Peru fortsetzen können.«

    Bei der Wahl gilt die Tochter von Ex-Diktator Alberto Fujimori, Keiko Fujimori, als Favoritin. Sie lag in allen Umfragen auf dem ersten Platz, wird jedoch wohl die absolute Mehrheit verfehlen und muss sich deshalb am 5. Juni einer Stichwahl stellen. Dort würde sie nach den Umfragen entweder auf Pedro Pablo Kuczynski, den Favoriten des Unternehmerlagers, oder auf die Kandidatin der linken Frente Amplio, Verónika Mendoza. Erste Ergebnisse werden für Montagmorgen erwartet.

    Artikel übernommen von Redglobe.de