Medieninformationen

    2.000 Teilnehmer auf der Streikkundgebung in München

    Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst machen Druck

    2.000 Teilnehmer auf der Streikkundgebung in München

    12.05.2022

    Sie haben alle eine einen Beruf gewählt, zu dem sie sich berufen fühlen und den sie mit Leidenschaft ausüben, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. „Deren Bildungstätigkeit und ihre Dienstleistungen für Eltern, Kinder und Menschen in schwierigen Lebenslagen sind für unser Gemeinwesen enorm wichtig. Doch wo bleibt die gesellschaftliche Anerkennung und die Wertschätzung für ihre Arbeit?“. Diese Frage stellt Heinrich Birner, ver.di Geschäftsführer in München.

     

    ver.di-Forderungen

    ver.di fordert in den aktuellen Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und eine finanzielle Aufwertung. Wenige Tage vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 16./17.05.2022 haben 2.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt und sich auf dem Münchner Marienplatz versammelt.

    Christine Behle, ver.di-Verhandlungsführerin und stellvertretende ver.di-Vorsitzende, ist extra aus Berlin angereist. Sie schwor die Streikenden darauf ein, notfalls die Arbeitsniederlegungen fortzusetzen, wenn die Arbeitgeber auch in der finalen Verhandlungsrunde keine Bereitschaft zu einem Entgegenkommen zeigen.

     

    Statement der Verhandlungsführerin Christine Behle:

    „Ohne eine echte finanzielle Aufwertung und eine nachhaltige Entlastung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst kann es keinen Tarifabschluss geben. Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, provozieren sie weitere Streiks.“

     

    Streik-und Kundgebung in München

    An der Kundgebung in München nahmen auch Beschäftigte aus anderen bayerischen Städten wie Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und Rosenheim teil, um der Verhandlungsführerin den Rücken zu stärken und ihre Unterstützung zuzusagen.

    Aus dem Raum München beteiligten sich insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus folgenden Betrieben und Einrichtungen:

    - Kinderbetreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt München
      (Krippen, Kitas, Tagesheime, Horte)

    - Kitas aus Freising und anderen Umlandgemeinden

    - Auszubildende im Erziehungsdienst

    - Soziale Dienste der Landeshauptstadt München (Sozialreferat)

    - Soziale Dienste der Landratsämter München und Starnberg

    - Kreisjugendring München-Stadt

    - Einrichtungen der Pfennigparade (Behindertenhilfe)

    - Verein für sozialpädagogische Aufgaben

    Allein von der Fachakademie für soziale Berufe nahmen 125 junge Nachwuchskräfte am Streik teil.

     

    Weitere Informationen

    Heinrich Birner
    Tel. 0170 / 574 90 02 oder E-Mail: heinrich.birner@verdi.de

    Merle Pisarz, ver.di Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Sozial- und Erziehungs- dienst
    Tel. 0160 / 908 949 75 oder E-Mail: merle.pisarz@verdi.de 

    Sinan Cokdegerli, ver.di Jugendsekretär
    Tel. 0151 / 587 250 97 oder E-Mail: imran.cokdegerli@ver.di.de