Medieninformationen

    Die Nein-Sager mit dem roten Stuhl (XXXLutz)

    Schließung Möbelhaus XXXLutz München

    Die Nein-Sager mit dem roten Stuhl (XXXLutz)

    12.11.2013
    XXXLutz Filiale auf der Schwanthalerhöhe ver.di München XXXLutz Schwanthalerhöhe  – XXXLutz Filiale auf der Schwanthalerhöhe

    Alois Kobler, Geschäftsleitung XXXLutz:

    „Wir werden den betroffenen Mitarbeitern sozial verträgliche und faire Auflösungsbedingungen anbieten. Die 13 Auszubildenden werden ihre Lehre mit Unterstützung der XXXLutz-Unternehmensgruppe abschließen können. Wir überprüfen auch die Möglichkeit, Mitarbeiter an anderen Standorten zu übernehmen“ (Schreiben vom 07.10.2013 an alle Mitarbeiter)

    Erst kündigt XXXLutz vollmündig schriftlich den am Standort tätigen Mitarbeitern an, für jeden eine sozialverträgliche Lösung zu finden, weigert sich aber in der Realität dieses Versprechen einzulösen. Statt sich direkt an den Sozialplanverhandlungen zu beteiligen und konkrete Lösungen anzubieten, verlegt sich die Geschäftsführung auf das mediale Beschimpfen des Betriebsrates und der Gewerkschaft ver.di.

    „Wir haben auf der anderen Seite zwei Verhandlungspartner sitzen: einen, der immer nein sagt und einen weiteren, der nicht teilnehmen will, sich aber in der Presse einmischt“

    Dirk Nagel, zuständiger Gewerkschaftssekretär für XXXLutz

    „Wir haben auf der anderen Seite zwei Verhandlungspartner sitzen: einen, der immer nein sagt und einen weiteren, der nicht teilnehmen will, sich aber in der Presse einmischt“, erläutert Dirk Nagel, bei ver.di für XXXLutz zuständiger Gewerkschafts-sekretär, die Verhandlungssituation.

    Die Gewerkschaft ärgert sich darüber, dass die XXXLutz Geschäftsleitung die Verhandlungen und deren Interna kommentiert, dies aber bei gleichzeitiger Weigerung Verantwortung für die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter zu übernehmen.

    Am Verhandlungstisch sitzt der Geschäftsführer der beiden Gesellschaften, in denen die 160 Beschäftigen bisher für XXXLutz tätig waren. Der Geschäftsführer sagt zu allen Lösungsvorschlägen nein und begründet dies mit dem Hinweis, dass XXXLutz nicht bereit ist nennenswerte Beiträge zum Sozialplan zu leisten. Hierzu einige Beispiele:

    Forderung Betriebsrat und ver.di

    Reaktion XXXLutz

    -   Weiterbeschäftigung der Auszubildenden an anderen Standorten (z.B. Aschheim)

    -   nein

    -   Prüfung von Beschäftigungsmöglichkeiten für die anderen Mitarbeiter, insbesondere den Älteren

    -   nein

    -   Schlichtung durch die Bundesagentur für Arbeit (gemäß § 112 BetrVG) zur Findung von Lösungen

    -   nein

    -   Schaffung eines finanziellen Volumens des Sozialplanes mit Leistungen für alle Mitarbeiter

    -   nein

    -   Verhandlungen fortsetzen, dies an jedem Tag in dieser Woche

    -   nein

    „Es ist deutlich, dass XXXLutz kein Interesse an sozialer Verantwortung hat. Ziel vom Möbelriesen ist es, möglichst schnell allen Beschäftigten zu kündigen, dies mit dem geringstem finanziellen Aufwand“. ärgert sich Dirk Nagel von der Gewerkschaft ver.di über das Verhalten von XXXLutz. Besonders erkennbar ist dies bei den Auszubildenden: Auf der eigenen Homepage sucht XXXLutz 700 Auszubildende, auch in Aschheim und am Lager Anzing. „Die jungen Menschen vom XXXLutz Standort Theresienhöhe finden aber keine Perspektive in der Unternehmensgruppe“, so Dirk Nagel von ver.di.

    Die Verärgerung nimmt auch deswegen zu, weil Alois Kobler von der XXXLutz-Geschäftsführung in seinem Schreiben an alle Mitarbeiter dann noch „Trost spendet“:

    „Lassen Sie uns - trotz dieser bedauerlichen Sache – optimistisch in die Zukunft blicken: die XXXLutz Unternehmensgruppe bleibt weiter auf Wachstumskurs. (…) Ich bin mir sicher, dass wir mit Ihrer Unterstützung diese Ziele und eine Fortsetzung des erfolgreichen Wachstumskurses verwirklichen können.“

    Pressekontakt

    Dirk Nagel

    Tel. 0170 / 91 64 399