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    40-Stunden-Woche würde 100-150 Erzieherinnen-Stellen kosten

    40-Stunden-Woche würde 100-150 Erzieherinnen-Stellen kosten

    Ballungsraum München: Großer Streiktag am 06.03.2008 28.02.2008

    Die Münchner Arbeitskampleitung beschloss deshalb, für Donnerstag,
    06. März 2008 im Ballungsraum München zu einem großen Streiktag aufzurufen. Die Betriebe und Dienststellen, die sich beteiligen, werden zwei Tage zuvor bekannt gegeben.

    Um die Betroffenen Eltern wieder frühzeitig zu informieren, wird ein weiterer Streik in den Münchner Kinderbetreuungseinrichtungen vorab bekannt gegeben. Betroffen sind die rund 500 Kinderbetreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt München. Dazu gehören die Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Horte und Tagesheime.

    Die betroffenen Berufsgruppen der Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Hauswirtschaftsleiterinnen und Küchenkräfte sind über die Provokation mit der Arbeitszeitverlängerung besonders erbost.

    Im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) wird für die Bezuschussung durch das Land ein Anstellungsschlüssel vorgebeben. Empfohlen wird ein Schlüssel 1 : 10 (Arbeitsstunde des pädagogischen Personals zu Buchungszeitstunden der angemeldeten Kinder); in München beträgt der Schlüssel derzeit 1 : 12,15.

    Im Anstellungsschlüssel sind also die Buchungszeiten der Kinder mit den Arbeitsstunden des Personals gekoppelt. Bei einer Arbeitszeitverlängerung könnte der Anstellungsschlüssel unter die Empfehlung von 1 : 10 sinken und somit wäre eine Bezuschussung vom Land nicht mehr gesichert. Um dies zu verhindern müsste Personal von den Einrichtungen abgezogen werden. Nach ver.di-Berechnungen würde die 40-Stunden-Woche dazu führen, dass 100 bis 150 Erzieherinnen-Stellen abgebaut würden.

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