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    Absage an Aufforderung zu Lohnsenkungsverhandlungen

    Absage an Aufforderung zu Lohnsenkungsverhandlungen

    ver.di kritisiert Monatzeder als Lohndrücker 26.04.2007

    Die Münchner Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wirft dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Städtischen Klinikums GmbH, Hep Monatzeder vor, er sei „ein grüner Lohndrücker“. Monatzeder hat ver.di mehrfach öffentlich aufgefordert, Tarifverhandlungen über Lohnkürzungen bei den Reinigungskräften, Küchenbeschäftigten und Wä-schereibeschäftigten aufzunehmen.

    Mit dieser Absicht beißt Monatzeder bei ver.di auf Granit. Die zuständige bayerischen Tarifkommission hat einstimmig beschlossen, keine Tarifverhandlungen über die Absenkung der Entgeltgruppen
    1 bis 4 im neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD) zu führen. Der Einstiegslohn für ungelernte Helfertätigkeiten ist mit 1.449 Euro brutto ohnehin so niedrig, dass man damit in der teuren Stadt München kaum leben kann.

    Die ver.di-Vertrauensleute beim städtischen Klinikum haben am 25.04.2007 ihre Absage zu Lohnsenkungsverhandlungen bekräftigt. Kai Winkler, Gewerkschaftssekretär bei ver.di-München erklärte dazu: „Wir werden weiter gegen Lohnkürzungen und gegen die Ausgliederung der Servicebereiche kämpfen“. Dem grünen Bürgermeister wirft er vor, zu den ehemaligen Kreiskrankenhäusern Alt-Perlach und Pasing unwahre Behauptungen aufzustellen. ver.di hat bei diesen beiden von der CSU privatisierten Krankenhäusern Löhne tarifiert, die dem Niveau des Vergleichstarifvertrags TVÖD entsprechen.

    „Die Gründung einer Servicegesellschaft löst die Probleme des städtischen Klinikums nicht“, erklärt Winkler. „Wichtig sind vielmehr organisatorische Veränderungen, die Kosten senken. Diese werden aber nicht angegangen. Deshalb gibt es für uns keinen Grund, auch nur einen Cent Lohn herzuschenken.“

    Verwundert zeigt sich ver.di in dieser Auseinandersetzung über die Haltung der SPD. Diese scheint dem wirtschaftsliberalen Kurs der Grünen keine Grenzen setzen zu wollen und der Lohndrückerei den Weg frei zu machen.


    Weitere Informationen:
    Kai Winkler
    Tel. 089 / 59977-7032
    Tel. 0170 / 334 13 48

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