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    „Geh´ Edi gib dir einen Ruck und lass´ ihnen die 38,5 Std.-Woche“

    „Geh´ Edi gib dir einen Ruck und lass´ ihnen die 38,5 Std.-Woche“

    Dienstmann Alois Hingerl brachte göttliche Weisungen 17.05.2006

    Die über 2.000 Teilnehmer am ver.di-Streik- und Aktionstag sind sichtlich zufrieden. Per Fallschirm sprang der göttliche Bote, Dienstmann Nr. 172, Alois Hingerl, direkt in die Mitte ihrer Kundgebung. Der Dienstmann, gespielt von Otto Schönbach vom Prinzregententheater hatte göttliche Weisungen für Ministerpräsident Stoiber im Gepäck.

    „Lieber Edi, so kannst du doch mit deinen Schäfchen, ich meine deine Beschäftigten, nicht umgehen. Gib dir einen Ruck und lass ihnen die 38,5 Stunden Woche und ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld. Du weißt doch München ist ein teures Pflaster und es sind doch, wie sagt ihr in Bayern so schön, auch keine "Großkopferten" sondern die kleinen Leut, denen du was wegnehmen willst“, so der göttliche Ratschlag.

    Schließlich auch noch ein weiser Rat des Himmelvaters: „Geh, Edi gib dir einen Ruck und halt dich am Donnerstag, dem Verhandlungstag zurück mit deinen Forderungen. Wirst sehen, wenn du auch einmal nachgibst hast du bestimmt gleich wieder motivierte Beschäftigte.“

    Vor dem Finanzministerium sammelten Streikende „Haushaltsmittel“ für Ministerpräsident Edmund Stoiber. Nicht Geldscheine, sondern alte Waschmaschinen, Computer, Kochgeschirr und sogar eine Toilettenbrille wurde Herrn Stoiber, gespielt von Robert Schmitz vom Prinzregententheater, gespendet. Stoiber bedankte sich recht artig für die Gaben seiner lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Ein Augenschmaus für die Teilnehmer war schließlich die Modenschau mit der Frühjahrskollektion der Streikwesten. Seit 13. Februar gehören sie zum festen Bekleidungsbestandteil der Streikenden. Die Streikwesten, auch Streiktüten genannt. Bei Wind und Wetter, bei Eis und Schnee waren sie dabei. Nun wurde es Zeit, die aktuelle Frühjahrskollektion vorzustellen. Weibliche und männliche Models stellten auf der Bühne die neuesten Modelle von „Münchner Designern“ aus dem Lager der Streikenden vor. Eine Inszenierung, für die es am 94. Streiktag viel entspanntes Lachen gab.



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