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    34 Prozent mehr Senioren arbeiten im Mini-Job

    34 Prozent mehr Senioren arbeiten im Mini-Job

    Altersarmut: Immer mehr Renten-Jobber in München 09.10.2009

    Um diese Entwicklung zu stoppen, fordern die beiden Gewerkschaften über eine gesetzliche Lohnuntergrenze von 7,50 Euro hinaus einen Mindestlohn von 9 Euro pro Stunde im Ballungsraum München. Nur der Mindestlohn könne künftigen Rentnern ausreichende Altersbezüge sichern..

    „Wer als Rentner arbeitet, der macht das in der Regel nicht aus Spaß. Es ist meistens die pure Not, die ältere Menschen dazu zwingt. Sie sind auf den Job neben der Rente schlichtweg angewiesen“, sagt Freddy Adjan. Der Geschäftsführer der NGG-Region München befürchtet, dass die Zahl der Senioren, die von ihrer Rente allein nicht mehr leben können, in den kommenden Jahren drastisch zunehmen werde. „Wer heute schon zu wenig verdient, um über die Runden zu kommen, für den ist das leere Portemonnaie im Alter vorprogrammiert“, so Adjan. Die Lohnarmut von heute sei die Altersarmut von morgen.

    „Das größte Problem dabei sind Dumpinglöhne. Mit einem viel zu niedrigen Einkommen lässt sich keine existenzsichernde Rente aufbauen. Von einer privaten Altersvorsorge ganz zu schweigen“, sagt Heinrich Birner. Der Geschäftsführer vom ver.di-Bezirk München macht deutlich, dass Vollzeitbeschäftigte ein Einkommen benötigten, das ihnen später auch eine ausreichende Rente sichere.

    „Genau deshalb brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn“, erklärt Freddy Adjan. Auch eine Mehrheit der Bevölkerung halte einen gesetzlichen Mindestlohn für erforderlich. Dies könne die neue schwarz-gelbe Bundesregierung nicht ignorieren. Der Mindestlohn müsse ganz oben auf der politischen Tagesordnung stehen. Ver.di und NGG fordern Beschäftigte mit einem Stundenlohn von unter sechs Euro auf, ihre Dumpinglöhne zu melden – per Internet unter: www.dumpinglohn.de.

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