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    Weitere Streikaufrufe ab 11. Mai 2015 im Sozial- und Erziehungsdienst …

    Weitere Streikaufrufe ab 11. Mai 2015 im Sozial- und Erziehungsdienst im Ballungsraum München

    Die Arbeit mit und für Menschen muss besser bezahlt werden 07.05.2015

    Die Mitglieder von ver.di, der Gewerkschaft im Sozial- und Erziehungsdienst, haben sich mit einer Mehrheit von 93,44 % für einen Streik zur Durchsetzung ihrer Forderungen ausgesprochen. Seit der Bekanntgabe dieses Ergebnisses ist eine Dynamik entstanden.

    Zu dem am gestrigen Tag angekündigten Streik in den Einrichtungen der Landeshauptstadt München und des Landkreises München treten nun weitere Einrichtungen im Ballungsraum München ab Montag, 11. Mai 2015 in den Streik.

    • die Einrichtungen des Kreisjugendrings München-Stadt
    • die Kindertagesstätten der Stadt Freising
    • die Kindertagesstätten der Stadt Olching
    • die Kindertagesstätten der Gemeinde Grasbrunn

    Wegen der entstandenen Dynamik ist es durchaus möglich, dass sich kurzfristig noch weitere kommunale Einrichtungen im Ballungsraum München dem Streik anschließen. Die Gewerkschaft ver.di empfiehlt den Eltern in der Einrichtung nachzufragen, ob mit einem Streik zu rechnen ist. Das ist die sicherste Informationsquelle.

    Statements Heinrich Birner, ver.di-Geschäftsführer München & Region

    „Ich hoffe, die kommunalen Arbeitgeber haben das Signal der Urabstimmung verstanden. Wenn fast alle ihre eigenen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst für einen Streik stimmen, sollten sie das ernst nehmen. Außer, sie wollen eine noch größere Personalnot provozieren?“

    „Ich bin selbst überrascht. Seit der Bekanntgabe des Ergebnisses der Urabstimmung über den Streik, melden sich Einrichtungen von sich aus und fragen an, ob wir sie auch zum Streik aufrufen können.“

    Warum bessere Bezahlung im Erziehungsdienst?

    Die Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen sind keine Basteltanten mehr, auch wenn manchmal noch dieses Klischee existiert. Ganz im Gegenteil. Sie leisten professionelle Arbeit in der frühkindlichen Bildungsarbeit. Ihre Arbeit ist eng mit der pädagogischen Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer verknüpft. Sie bereiten die Kinder auf die Schule und das Leben in der Gesellschaft vor. Dabei müssen sie auch auf die unterschiedlichsten Lebenslagen und manchmal sogar Problemlagen der Eltern eingehen.

    Warum bessere Bezahlung im Sozialdienst?

    Die Beschäftigten in der Sozialarbeit und in den sozialen Beratungseinrichtungen helfen Menschen in allen nur denkbaren Problemlagen. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass in der Gesellschaft sozialer Frieden herrscht. München wäre ohne die vielen tausend Beschäftigten in der sozialen Arbeit nicht die lebens- und liebenswerte Stadt, die sie heute ist. Es wird Zeit, dass der Wert der sozialen Arbeit erkannt und entsprechend honoriert wird.

    Pressekontakt

    Merle Pisarz

    Tel. 0160 / 908 949 75

    Heinrich Birner

    Tel. 0170 / 574 90 02