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    Mehr als 7.000 Streikende in Südbayern, davon über 4.500 aus …

    Öffentliche Dienste 2014

    Mehr als 7.000 Streikende in Südbayern, davon über 4.500 aus dem Ballungsraum München

    Allein über 6.000 bei der Kundgebung in München 26.03.2014
    Über 7.000 Streikende aus Südbayern Tom Talsky Über 7.000 Streikende aus Südbayern

    „Die heutige Streikteilnahme lag nochmals deutlich höher als beim Streikauftakt vor einer Woche, der schon ein gewaltiger Erfolg war, erklärt Heinrich Birner, ver.di-Geschäftsführer für München & Region. „Wenn die Arbeitgeber jetzt am Montag und Dienstag in der 3. Runde kein abschlussfähiges Angebot vorlegen, sind sie selber schuld, wenn die Tarifrunde eskaliert.“

    Nach Auszählung aller Streiklisten haben an diesem Mittwoch deutlich über 4.500 Beschäftigte aus dem Ballungsraum München ganztags die Arbeit niedergelegt. Im gesamten Raum Südbayern waren es über 7.000 Streikteilnehmer/innen. An der zentralen Kundgebung auf dem Münchner Karlsplatz (Stachus) nahmen rund 6.000 Streikende teil. Mit dabei waren Streikende aus Niederbayern, Oberbayern, aus dem Allgäu und aus dem Raum Augsburg.

    Spontaner Streik der Beschäftigten der Deutschen Telekom

    Kurz vor dem großen Streiktag im Öffentlichen Dienst haben sich die Beschäftigten der Deutschen Telekom und ihrer Tochtergesellschaften entschlossen kurzfristig auch zum Streik aufzurufen. Sie organisierten einen eigenen Demonstrationszug, der am Karlsplatz (Stachus) in den Demonstrationszug der Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst einmündete. Am Telekom-Streik beteiligten sich über 500 Gewerkschaftsmitglieder.

    Highlights des Streiktages 26.03.2014

    Mit rund 2.000  Streikenden waren die Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und ihre Leitungskräfte der Landeshauptstadt wieder die absolut größte Beschäftigtengruppe, die die Arbeit niedergelegt hat. Über die Hälfte aller Einrichtungen blieben geschlossen.

    Beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) sind nahezu alle Fahrer und Lader im Einsammeldienst in den Streik getreten. Sämtliche Wertstoffhöfe blieben ganztags geschlossen.

    Stark im Streik vertreten waren auch die Mitarbeiter der Stadtwerke München GmbH. Die Streikenden kamen aus dem Bereich Versorgung und der Bäder. Das Bad Forstenrieder Park blieb bis 15:00 Uhr, das Nordbad, Cosimawellenbad und das Prinzregentenstadion blieben ganztags geschlossen.

    Mit über 200 Streikenden waren die Auszubildenden der Stadtwerke München GmbH, der Landeshauptstadt München und der Telekom in historischer Größenordnung im Streik.

    • Die Streikbetriebe aus dem Öffentlichen Dienst vom 26.03.2014

      • Auszubildende der Stadtwerke München GmbH
      • Auszubildende der Landeshauptstadt München#
      • Auszubildende der Fachakademie für Sozialpädagogik in Giesing
      • Kinderbetreuungseinrichtungen der LH München (Krippen, Kitas, Horte, Tagesheime, Kooperationseinrichtungen)
      • Stadtwerke München GmbH (Versorgung, Bäder und Verwaltung)
      • Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM)
      • Straßenreinigung der LH München
      • Straßenbeleuchtung und Verkehrsleittechnik der LH München
      • Baureferat der LH München
      • Münchner Stadtentwässerung (MSE)
      • Isar-Amper-Klinikum-Klinikum München-Ost (Bezirkskrankenhaus Haar)
      • Verein für heilpädagogische Aufgaben e.V.
      • Referat für Bildung und Sport bei der LH München
      • Sozialreferat der LH München
      • Kommunale Verkehrsüberwachung der LH München
      • Städtische Sing- und Musikschule München
      • Agentur für Arbeit
      • Jobcenter
      • Deutsche Rentenversicherung Bayern-Süd
      • Städtisches Klinikum München GmbH (Bogenhausen, Neuperlach, Harlaching, Schwabing)
      • Landratsamt München
      • Landratsamt Freising
      • Landratsamt Fürstenfeldbruck
      • Stadt Freising (Kindertagesstätten, Bauhof, Klärwerk, Verwaltung)
      • Stadt Moosburg
      • Gemeinde Vaterstetten
      • Kreisjugendring München-Land
    • Die Streikbetriebe der Deutschen Telekom vom 26.03.2014

      • Technischer Service GmbH
      • Telekom Technik GmbH
      • Telekom Deutschland GmbH
      • Konzernmutter Deutsche Telekom AG
      • Auszubildende und Dual Studierende der Deutschen Telekom

    ver.di-Forderungen

    Die ver.di Forderung für den öffentlichen Dienst kommunaler Bereich und Bund lautet:

    • Erhöhung der monatlichen Einkommen um einen Grundbetrag in Höhe von 100 Euro
    • Weitere, zusätzliche Erhöhung um 3,5 %
    • 30 Tage Erholungsurlaub für alle Beschäftigten,
    • Befristung von Arbeitsverhältnissen nur noch bei Vorliegen eines sachlichen Grundes
    • Übernahme der Auszubildenden in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis sowie
    • Die Erhöhung des Nachtarbeitszuschlags für die Beschäftigten in den Krankenhäusern

    Pressekontakt

    Heinrich Birner

    Tel. 0170 / 574 90 02

    Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2014

    arifrunde Öffentlicher Dienst 2014 ver.di  –

    Weitere Informationen zur Tarifrunde im Öffentlichen Dienst Bund&Kommune, zum Beispiel aktuelle Verhandlungsstände, Streikberichte und -ankündigungen, Hintergrundinfos oder Vorbereitungstreffen findest Du auf unserer Sonderseite. Wir sind es wert.