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    3.000 demonstrieren für bessere Krankenhausfinanzierung

    3.000 demonstrieren für bessere Krankenhausfinanzierung

    Notruf der Krankenhausbeschäftigten 08.07.2008

    Am Ende waren es rund 3.000 Krankenhausbeschäftigte, die an der Abschlusskundgebung teilnahmen. Vertreten waren alle Berufsgruppen, wie Reinigungskräfte, Handwerker in den Werkstätten, Küchenkräfte, Krankenpfleger und Ärzte. Die meisten Demonstrationsteilnehmer kamen aus den fünf städtischen Kliniken Schwabing, Bogenhausen, Neuperlach, Harlaching und Thalkirchner Straße. Es waren aber auch Delegationen mit ver.di-Mitgliedern aus dem Isar-Amper-Klinikum München Ost (früher: Bezirkskrankenhaus Haar), dem Klinikum rechts der Isar und dem Klinikum der Universität München (Innenstadt und Großhadern) sowie aus dem Blutspendedienst und der Zentralwäscherei dabei.



    Ziel der gemeinsamen Aktion der Städtisches Klinikum München GmbH und der Gewerkschaften Komba, Marburger Bund und ver.di ist, die Finanzierung der Krankenhäuser zu verbessern. Bundesweit gibt es einen Investitionsstau in Höhe von 50 Mrd. Euro. „Hier sind die Bundesländer gefordert, die mehr Mittel für notwendige Investitionen zur Verfügung stellen müssen“, fordert Heinrich Birner, ver.di-Geschäftsführer in München. Vom Bundesgesetzgeber erwarten die Klinikleitungen und die Gewerkschaften, dass der Budgetdeckel im Sozialgesetzbuch V aufgehoben wird. Mit dem Budget werden die Betriebsmittelausgaben der Krankenhäuser gedeckelt.



    Im Jahr 2008 steht lediglich ein Budgetplus von 0,64 zur Verfügung. Dieses reduziert sich aber um den Solidarbeitrag der Krankenhäuser zum Schuldenabbau der Krankenkassen in Höhe von 0,5 %. Somit bleibt für 2008 eine Budgetsteigerung von gerademal 0,14 %. Davon müssen die Lohnsteigerungen, die Preissteigerungen für Betriebsmittel und die aktuellen Energiepreissteigerungen finanziert werden.“Wenn hier nicht sehr schnell umgesteuert wird, sind die Patienten und die Krankenhausbeschäftigten die Leidtragenden verfehlter Gesundheitspolitik“, so Birner.



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