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    200 Klinikbeschäftigte protestieren gegen Ausgliederung

    200 Klinikbeschäftigte protestieren gegen Ausgliederung

    Lautstarker Empfang für Münchner Stadträte 13.12.2006

    Die Weihnachtszeit ist die Jahreszeit in der normalerweise Menschen, die einem nahe stehen, Geschenke bekommen. Anders bei der Stadtklinikum München GmbH. Sie will ihren rund 500 Beschäftigten im Reinigungsdienst, in den Küchen und in der Zentralwäscherei die Einkommen um bis zu 40 % kürzen. Die Voraussetzungen dafür schafft der Stadtrat kurz vor Weihnachten mit der Gründung einer Tochtergesellschaft. Zum 1.7.2007 sollen die Servicebeschäftigten dann in das neue Tochterunternehmen ausgegliedert und billiger entlohnt werden.

    Rund 200 betroffene Beschäftigte protestierten in den kühlen Morgenstunden des 13. Dezember vor dem Münchner Rathaus. Ihre Empörung brachten sie mit Rufen wie „Nicht mit uns“ und lauten Pfiffen zum Ausdruck. Heinrich Birner, ver.di-Geschäftsführer in München, kritisiert, dass die Chefärzte mit ihren Zusatzeinnahmen aus der Privatabrechnung ungeschoren davon kommen, während den Geringverdienern die Einkommen innerhalb von drei Jahren um sieben Millionen Euro gekürzt werden sollen.

    Teilnehmer der Protestkundgebung brachten in Einzelgesprächen ihre Entschlossenheit zu einem harten Abwehrkampf zum Ausdruck. „Wir sind nicht bereit, auch nur auf einen Cent unseres Einkommens zu verzichten“, erklärte ein Arbeiter aus dem Textilservice, der künftig nur noch 8,05 Euro in der Stunde, statt bisher 11,92 Euro verdienen soll. Reinigungsbeschäftigte sollen nur noch mit einem Stundenlohn von 7,86 Euro entlohnt werden.

    ver.di-Betreuungssekretär Kai Winkler ärgert sich über die Rot-Grüne Stadtratsmehrheit. „Der Parteitag der Münchner SPD hat am 4.12.2006 für den Ballungsraum München einen Mindestlohn in Höhe von 9,- Euro in der Stunde gefordert. Eine Woche und zwei Tage später macht die SPD-Fraktion den Weg für Billiglöhne, die weit darunter liegen frei. Mit solchen Vorgehensweisen machen sich Politiker unglaubwürdig.“


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    Kai Winkler
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