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    ver.di lehnt Sonntagsöffnungen ab - Handelsbeschäftigte stehen …

    ver.di lehnt Sonntagsöffnungen ab - Handelsbeschäftigte stehen bereits jetzt unter enormem Druck

    14.10.2020

     

    Mit Verwunderung hat die Gewerkschaft ver.di das Vorhaben der Grünen/Rosa Liste im Münchner Stadtrat zur Genehmigung von zwei verkaufsoffenen Sonntagen vernommen.

    „Der Wortbruch der zweiten Bürgermeisterin Frau Habenschaden hat uns dabei in besonderem Maße irritiert. Hat sie uns doch mehrfach - zuletzt bei einer Frauenveranstaltung von ver.di - zugesagt, am Sonntagsschutz nicht zu rütteln.“, so Dominik Datz - Einzelhandelsexperte von ver.di München.

    Der Arbeitsplatzerhalt steht auch für ver.di an oberster Stelle. Es sind jedoch Expertenrunden aus Politik, Handelsunternehmen, Gastronomen, Vermietern und Arbeitnehmervertretern erforderlich, in denen Konzepte zu einem nachhaltig attraktiven Einkaufserlebnis im stationären Handel erarbeitet werden notwendig. Sonntagsöffnungen werden kein Problem lösen. Es ist hinreichend belegt, dass derartige Öffnungen nur zu einer Umsatzverschiebung führen und keinen nennenswerten wirtschaftlichen Vorteil erbringen.

    Leidtragende solcher Ideen sind grundsätzlich die Beschäftigten. Sonderöffnungen werden mit dem Bestandspersonal durchgeführt. Der Einzelhandel zeichnet sich schon jetzt durch verhältnismäßig hohe Krankenkosten aus. Gerade das Arbeiten mit Maske verlangt den Mitarbeitern alles ab. Dass ausgerechnet diese aber nun noch mit zusätzlicher Arbeit gerade in der arbeitsintensivsten Jahreszeit belastet werden sollen, zeugt von wenig Wertschätzung den Beschäftigten gegenüber.

    Erst vor wenigen Tagen hat die bayerische Arbeitsministerin Trautner (CSU) einer Ausweitung von Sonntagsöffnungen eine klare Absage erteilt. Ein Blick in das Ladenschlussgesetz, die städtischen Verordnungen und Gerichtsentscheide hätten der Fraktion im Übrigen die Unsinnigkeit ihres Antrags in Kürze offenbart.

     

    Weitere Informationen:

    Dominik Datz,

    Fachbereich Handel, 0170-9105920 / dominik.datz@verdi.de