Medieninformationen

    Beschäftigte setzen Protestaktionen fort

    Schließung Möbelhaus XXXLutz München

    Beschäftigte setzen Protestaktionen fort

    Demonstration in Aschheim / Ökumenische Andacht 29.10.2013
    XXXLutz Filiale auf der Schwanthalerhöhe ver.di München XXXLutz Schwanthalerhöhe  – Jetzt protestieren die Beschäftigten auch in Aschheim

    Die 160 von der Schließung des XXXLutz Möbelhauses in München betroffenen Beschäftigten protestieren erneut gegen die Art und Weise der Stilllegung.

    Nachdem die erste Verhandlung über einen Sozialplan für die 160 von der Schließung betroffenen Mitarbeiter ohne ein Ergebnis endete, protestieren die Mitarbeiter des Möbelriesen erneut.

    Am 31.10.2013 demonstrieren die Mitarbeiter vor den Toren des XXXLutz Möbelhauses in Aschheim. Weiter wird am 04.11.2013 vor dem Eingang des Möbelhauses in München eine ökumenische Andacht stattfinden.

    „Mit dem Protest in Aschheim wollen die Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam machen, dass in dem dortigen Möbelhaus von XXXLutz die gleiche intransparente Gesellschaftsstruktur besteht und auch die Mitarbeiter das gleiche Schicksal erleiden können“, erläutert Dirk Nagel von der Gewerkschaft ver.di den Grund für den Ort der Demonstration. Dazu kommt, dass in Aschheim kein Betriebsrat vorhanden ist, somit also auch kein Rechtsanspruch auf einen Sozialplan bestünde.

    Alle 27 deutschen Möbelhauser gehören den Österreichern Richard und Andreas Seifert. Vor knapp vier Jahren gliederte die Eigentümerfamilie alle 10.000 Mitarbeiter in Deutschland in hunderte Dienstleistungsgesellschaften aus. Diese Gesellschaften verfügen über kein nennenswertes Kapital, sind also von Mitteln der Familie Seifert abhängig.

    Dies zeigt sich am Beispiel der Schließung in München deutlich:

    Während die Familie Seifert öffentlich erklären lässt, dass XXXLutz für alle Kosten der Schließung in München aufkommt, erläutert der Geschäftsführer der beiden von der Schließung betroffenen Gesellschaften, dass kein Geld für einen Sozialplan zur Verfügung stehe und lediglich die Zahlung der Gehälter garantiert sei. Die Weiterbeschäftigungsmöglichkeit in den anderen XXXL-Möbelhäusern war bisher für den Geschäftsführer kein Thema. „Ganz schlimm ist dies für die Auszubildenden. Wenige Kilometer von der Theresienhöhe entfernt gibt es das Möbelhaus XXXLutz Aschheim. Statt den Auszubildenden dort die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung zu bieten, wurden auch sie in München von der Arbeit freigestellt und seit drei Wochen nicht mehr ausgebildet. Allein dies ist schon ein Skandal“, so Dirk Nagel von der Gewerkschaft ver.di.

    In den nächsten Tagen finden weitere Protestveranstaltungen statt. Mit Unterstützung der beiden Kirchen durch die Kirchenorganisationen Betriebsseelsorge und KDA wird am kommenden Montag (04.11.2013) vor dem Kundeneingang eine ökumenische Andacht durchgeführt werden.

    Die Gewerkschaft bereitet auch eine Demonstration vor der Unternehmenszentrale in Österreich (Wels) vor.

    Typisch für XXXLutz:

    Während noch der Ausverkauf läuft, hat sich das Möbelunternehmen schon von der Theresienhöhe verabschiedet. Auf der aktuellen Homepage von XXXLutz ist der Standort München verschwunden.

    Hintergrundinformation:

    Die Protestaktion in Aschheim findet am 31.10.2013 vor dem Möbelhaus statt. Für Bilder und O-Töne bietet sich der Zeitraum zwischen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr an.

    Der ökumenische Gottesdienst findet am 04.11.2013 voraussichtlich um 17:00 Uhr statt. Am gleichen Tag wird auch wieder über den Sozialplan verhandelt.

    Pressekontakt

    Dirk Nagel

    Tel. 0170 / 91 64 399