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    Krankenhausbeschäftigte gehen auf die Barrikaden

    Krankenhausbeschäftigte gehen auf die Barrikaden

    Demonstration und Kundgebungen am 16. Juni 2021 in München - Spahn und Holetschek stellen sich den ver.di-Forderungen 15.06.2021

     

    Im Zuge der Konferenz der Gesundheitsminister am 16. Juni 2021 ruft ver.di in München zu einem Aktionstag der Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen auf. Mit einer Demonstration und Kundgebungen will ver.di auf die Missstände im Gesundheitssystem hinweisen und Zeichen für notwendige Veränderungen setzen. Hier die konkreten Planungen:

     

    11:00 Uhr:

    Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek stellen sich in einem Podiumsgespräch mit Sylvia Bühler, ver.di Bundesvorstand, den Forderungen der Gewerkschaft ver.di.

     

    16:00 Uhr:

    Auftaktkundgebung zur Demonstration der Gesundheitsbeschäftigten am Karl Stützel Platz
    (Nähe Hauptbahnhof). Der Demonstrationszug wird an der Zentrale der München Klinik in der Thalkirchener Straße vorbeiführen.

     

    17:30 Uhr:

    Große Abschlusskundgebung der Beschäftigten des Gesundheitswesens auf der Theresienwiese.

     

    Statements:

    „Genug ist genug“, sagt Ingrid Greif, Krankenschwester und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates bei der München Klinik. „Schon vor Corona haben wir auf den Stationen tagtäglich am Limit gearbeitet. Seit der Pandemie ist das Maß des erträglichen weit überschritten!“ Greif fordert die Einführung gesetzlich verbindlicher Personaluntergrenzen und mehr Personal, nicht nur für die Pflege. „Egal ob Haustechnik, Reinigung, Pflege, Therapeuten – überall fehlen an allen Ecken und Enden Menschen.“


    Dem pflichtet auch Lilo Huber, Anästhesietechnische Assistentin (ATA) am LMU Klinikum bei: „Überstunden, Einspringen, Aushelfen – wenn wir nicht ständig überall mit Hand anlegen würden, würde hier schon lange nichts mehr laufen. Das System wackelt nicht. Es ist schlicht kaputt!“, so die 25jährige Gewerkschafterin.

     

    „Mit unseren Protesten wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass sich etwas ändern muss“, erklärt Ben Pulz, bei ver.di in München für das Gesundheitswesen zuständig. „So wie die Gesundheitsversorgung derzeit läuft schadet sie allen: Beschäftigten wie auch Patienten. Für uns ist völlig klar: So kann es nicht weitergehen. Es wurde so viel versprochen in den vergangenen 30 Jahren – und letztlich ist die Situation immer schlimmer gewesen. Corona ist doch nicht mehr, als der letzte Beweis dafür, dass die Gesundheitsversorgung endlich wieder das Patientenwohl statt die Kostendeckung in den Mittelpunkt stellen muss.“

     

    Weitere Informationen:

    Benjamin Pulz

    Tel.: 0170 / 780 07 13

    E-Mail: ben.pulz@verdi.de