MVG/Verkehrsbetrieb

    Verhandlungsergebnis bei der MVG München – Erhöhung der Arbeitszeit …

    Verhandlungsergebnis bei der MVG München – Erhöhung der Arbeitszeit verhindert!

    Warnstreik bei der MVG am 11.09.2017 Alfred Köhler Nachdem die Beschäftigten Druck durch Warnstreiks (hier 11.09.2017) aufgebaut hatten, konnten die Arbeitgeber nicht mehr anders als zuzustimmen.

    In der 5. Verhandlungsrunde am 13.09.2017 wurde ein gutes Verhandlungsergebnis erreicht.

    Nach einer längeren Tarifauseinandersetzung konnte ver.di die Erhöhung der Arbeitszeit bei der MVG verhindern, dies ist ein großer Erfolg!

    Es konnten eine deutliche Lohnerhöhung sowie weitere Verbesserungen durchgesetzt werden.

    • Lohnerhöhung von 2,5% rückwirkend zum 1.7.17 und 3% zum 1.7.18
      Zusätzlich konnten Anfang des Jahres bis zu 3,13% für die Fahrer*innen durchgesetzt werden
    • Erhöhung der Schicht- und Wechselschichtzulagen um 2,5% und 3%, insgesamt eine Lohnerhöhung zwischen 7,2% und 8,7% in 2,5 Jahren
    • Erhöhung der Zulage bei Geteilte Dienste von auf 10 €
    • Verbesserung der Urlaubsregelung für neu eingestellte Beschäftigte
    • Verbesserung bei der Altersversorgung bei der Entgeltumwandlung
    • Verbesserung bei der Lehrfahrerzulage

    Ausführlichere Informationen zum Verhandlungsergebnis sind im eigenen Informationsblatt ersichtlich.

    Der Arbeitgeber wollte den Beschäftigten nur mehr bezahlen, indem die Arbeitszeit auf 40 Std / Woche erhöht wird. Ein vermeintliches Angebot von zwölf Prozent mehr Lohn bei einer Erhöhung der Arbeitszeit ist daher eine Mogelpackung.

    Bisher zusätzliche Lohnbestandteile wie Vor- und Abschlussarbeiten oder Überstundenzuschläge wurden dabei in den künftigen Grundlohn einberechnet.

    Tatsächlich läge die Lohnsteigerung über die Tariflaufzeit von zwei Jahren insgesamt nur bei 4,5 Prozent. Außerdem: Bis zu 40 Arbeitsplätze könnten durch die Arbeitszeiterhöhung wegfallen.

    „Das war kein akzeptables Angebot“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Franz Schütz. „Schon gar keines, das die Attraktivität des Fahrerberufs erhöhen würde.“

    Die Ablehnung der Beschäftigten und die Streiks erzeugten genügend Druck auf den Arbeitgeber, um die Erhöhung der Arbeitszeit abzuwehren.

    Allerdings hat der Arbeitgeber bereits angekündigt, dass die Erhöhung der Arbeitszeit zukünftig wieder zum Thema wird.

    Die ver.di-Mitglieder wurden angeschrieben und können über das Verhandlungsergebnis entscheiden. Die Abstimmung läuft bis zum 6. Oktober 2017.