MVG/Verkehrsbetrieb

    Betriebsversammlung MVG - Beitrag von Franz Schütz

    Betriebsversammlung MVG - Beitrag von Franz Schütz

    Franz Schütz Werner Bachmeier Franz Schütz

    Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

    wir sind gerade in einer Phase, in der viele intensive Auseinandersetzungen und Streiks stattfinden. Bei einigen Konflikten geht es nicht nur um Lohnerhöhungen und Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Der Konflikt z.B. bei der Post hat eine grundsätzliche Bedeutung, die weit über den Konzern hinausgeht. Was ist davon zu halten, wenn dieser Konzern gleichzeitig Zumutungen für die Mitarbeiter, aber Wohltaten für die Aktionäre bereithält?

    Dem Konzern geht es gut, über 2 Mrd Gewinn, und die Hälfte des Gewinns soll an Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Gewinn soll noch gesteigert werde und dafür soll es zukünftig billigere Arbeitskräfte geben – das kann für eine Gesellschaft nicht gut gehen!

    • Tarifverhandlungen MVG:

      • Am 12.6. bei der 5. Verhandlungsrunde ein gutes Verhandlungsergebnis erreicht
      • TK mit Beschäftigten aus dem Betrieb – nah an den Kollegen dran
      • Über die jeweiligen Verhandlungsrunden wurde informiert – mehrere (6) Flugblätter dazu 
      • ver.di-Mitglieder wurden einbezogen – Breite Abfrage über Forderungen, sehr viele Rückmeldungen und TK hatte Einschätzung über     Forderungsstellung – AG warteten bereits auf Forderungen!
      • Die ver.di-Mitglieder forderten vor allem mehr Lohn! – Hauptforderung:  200.-  € mehr
      • Viele Forderungen (11) (siehe Flugblatt) bzw. Verhandlungsthemen
      • Kreativ überlegt, was wichtig wäre, wir wußten auch, dass wir nicht alles durchsetzen können
      • Es ist klar, der TV MVG ist ein eigener Tarifvertrag und kann nicht mit dem TV-N verglichen werden
      • Die Entstehung des TV MVG und dessen Situation von damals muss berücksichtigt werden: Es wurden damals keine Busfahrer mehr eingestellt, dann Leiharbeiter und es bestand die Gefahr dass die Fahrdienstleistungen beim Bus eingestellt worden wären und an andere vergeben worden wären – durch den TV MVG 2011 konnten wieder Beschäftigte eingestellt werden.
      • Für uns ist klar, dass der TV MVG mit den ver.di-Mitgliedern zukünftig noch weiter entwickelt werden muss
      • Das Verhandlungsergebnis läßt sich sehen und ist sehr akzeptabel:
      • Lohnerhöhung von insgesamt: 6,92%, ab 1.7.: 3,5% und ab 1.5.2016: 3,3%. Auch wenn wir uns nicht mit dem TV-N vergleichen können, sind die Löhne ab dem 1.5.2016 bei den MVG-Beschäftigten etwas höher als beim TV-N

      Insgesamt mit den Zulagen macht das Ergebnis finanziell eine Erhöhung von mehr als 7% aus

    Ein Blick auf andere Branchen und Lohnerhöhungen zeigt, dass wir bei der MVG ein deutliches Plus erreicht haben. (Einzelhandel fordert 5,5% und AG haben derzeit 1,5% angeboten)

    Weitere Verhandlungsergebnisse sind:

    • Erhöhung der Zulage für geteilte Dienste von 3 € auf 5 €
    • Erhöhung der Zuschläge für Schicht- und Wechselschichtarbeit im gleichen Umfang wie die Lohnerhöhungen. Auch hier werden die Zuschläge ab 1.5.2016 etwas höher sein als beim TV-N.
    • Erhöhung des Zusatzurlaubes für Nachtstunden, bis zu 6 Tage (vorher 4 Tage), ab 1.1.2016. Pro 110 Nachtstunden einen Tag Zusatzurlaub.
    • Vertreterzulage bei höherwertigen Tätigkeiten ab dem 16. Arbeitstag, analog TV-N
    • Anwendung der Regelung des Tarifvertrages Demographie analog des TV-N Bayern
    • Laufzeit des Tarifvertrages bis 30.06.2017
    • Nicht durchsetzen konnten wir uns bei der Erhöhung des Urlaubs
    • Derzeit läuft die Abstimmung über das Verhandlungsergebnis
    • Bis 30.06.2015 haben die Tarifvertragsparteien eine Erklärungsfrist
    • Ohne die vielen ver.di-Mitglieder bei der MVG und der Beteiligung wäre dieses Ergebnis kaum möglich gewesen. Wichtig ist bei Verhandlungen auch eine große Mitgliedschaft, um Forderungen durchsetzen zu können.
    • Dank neben den aktiven Mitgliedern auch den ver.di-BR, ver.di-VL und den Mitgliedern der Tarifkommission

     

    Beschäftigungssicherung – Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen

    • Bei der Tarifverhandlung  MVG konnte auch durchgesetzt werden, dass der bestehende TV über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen  verlängert wird
    • Der derzeitige TV läuft noch bis zum 31.03.2016
    • Das Jahr 2016 wurde im Betrieb bei einigen, gerade beim Fahrdienst, immer wieder benutzt, um gegen ver.di zu hetzen und Angst zu schüren
    • Obwohl der Tarifvertrag vor betriebsbedingten Kündigungen schützt, wurde Angst geschürt - Beschäftigte sollte gekündigt werden können oder Beschäftigte des TV-N in die MVG geschoben werden
    • Ich habe es nicht verstanden!
    • Nun konnten wir wieder durchsetzen, dass der TV zur Beschäftigungssicherung wieder verlängert wird – bis Ende 2 0 2 0
    • Und dies gerade jetzt in der etwas wirtschaftlich schwierigeren Zeit bei den SWM
    • Ich finde es sehr wichtig als Beschäftigter zu wissen, dass ich in einem Unternehmen beschäftigt bin, wo ich in den nächsten Jahren nicht betriebsbedingt gekündigt werden kann
    • Auch ist es  mit diesen Tarifvertrag ausgeschlossen, dass ein Betriebsübergang von Beschäftigten der SWM UB Verkehr in die MVG stattfinden kann

    Dieser Schutz, diese Absicherung ist ein wichtiges Signal und eine klare Perspektive für die nächsten Jahre!

    Franz Schütz
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