Pfennigparade

    Lohnerhöhung zum 1. März 2014

    Vertrauensleute Pfennigparade

    Lohnerhöhung zum 1. März 2014

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Ende Juni werdet ihr den Erfolg der diesjährigen Gehaltsrunde TVöD endlich auch auf den Gehaltszetteln sehen. Da die Tarifpartner bis zum 30. 4. Frist hatten noch Einwände gegen die Unterzeichnung zu erheben und der Dienstleister der Pfennigparade für Entgeltabrechnungen, fidelis, anschließend noch Zeit für die Umsetzung im IT-Programm benötigte hat es ein wenig gedauert...

    Ihr werdet feststellen, dass jede und jeder, der Vollzeit arbeitet, künftig brutto mindestens 90 Euro monatlich mehr erhalten wird. Im Tarifabschluss konnte nämlich ein entsprechender Mindestbetrag vereinbart werden - gerade für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Pflege, die ja einen erheblichen Teil unserer Belegschaft ausmachen, ein sehr erfreuliches Ergebnis! Denn diese arbeiten in den unteren Entgeltgruppen und können sich somit über einen überdurchschnittlichen Entgeltanstieg freuen. Aber auch die meisten anderen Beschäftigten der Pfennigparade profitieren von diesem Abschluss - mit einem Entgeltanstieg um 3% wurde auch für sie ein attraktives Ergebnis ( bei einer Inflation um 1%) erzielt. Und beachtet eins - die Meldungen über die positive allgemeine Entgeltentwicklung in den Medien beziehen sich fast ausschließlich auf die Situation tarifgebundener Beschäftigter. Für die anderen war auch in den letzten 24 Monaten kaum mehr als die Kompensation der Inflationsrate drin. Der Slogan "Gewerkschaft lohnt sich" bestätigt sich durch die in 2014 im TVöD realisierte Reallohnsteigung von über 2 %!

    Zudem konnte mit diesem Abschluss auch in Bezug auf den Urlaub wieder eine klare und logische Regelung vereinbart werden: Für jede Vollzeitstelle wurden, unabhängig vom Alter, 30 Tage Jahresurlaub vereinbart.

    Einen Wermutstropfen gibt es - trotz der entsprechenden Initiative von ver.di konnte keine tarifliche Beschränkung der ohne Sachgrund befristeten Beschäftigung, wie sie ja auch bei den Gesellschaften der Pfennigparade bis zu zwei Jahre gerne arbeitgeberseits vorgegeben wird, vereinbart werden. Wir als Vertrauensleute (und Betriebsratsmitglieder) kennen die Verunsicherung und Belastung, die für unsere neuen Belegschaftsmitglieder mit diesen befristeten Arbeitsverträgen verbunden ist, wir wissen um die Schwierigkeiten, auf dem ohnehin überhitzten Münchner Mietmarkt mit einem nur befristeten Arbeitsvertrag eine Wohnung zu bekommen. Vereinbart wurde zwischen kommunalem Arbeitgeberverband und ver.di, dass ein gemeinsames Gutachten zur befristeten Beschäftigung im Bereich des TVöD erstellt werden soll. Wir werden uns innerhalb unserer Gewerkschaft dafür einsetzen, dass die Forderung nach einer tarifvertraglichen Einschränkung auch Gegenstand der kommenden Verhandlungsrunden wird!

    • Alice Ach (Ambulante Dienste GmbH)
    • Sabine Geitner (Stiftung PP)
    • Werner Gunst (Stationäre Wohngruppen)
    • Rudi Aigner (Ambulante Dienste GmbH)
    • Florian Büchner (Ambulante Dienste GmbH)