Klinikum der Universität München

    Freizeitausgleich für Überstunden

    KUM

    Freizeitausgleich für Überstunden

    Überstunden © PhotoSG - Fotolia.com Überstunden

    8 (2) TV-L regelt:

    • Überstunden sind grundsätzlich durch entsprechende Freizeit auszugleichen.
    • Die Arbeitsbefreiung als Überstundenausgleich soll möglichst bis zum Ende des nächsten Kalendermonats, spätestens aber bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach Ableistung der Überstunden erfolgen.
    • Für die Zeit des Freizeitausgleichs werden das Tabellenentgelt sowie die sonstigen, in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile weitergezahlt.
    • Für Beschäftigte besteht keine Verpflichtung, sich nach geleisteten Überstunden  um FZA innerhalb des Ausgleichszeitraums zu bemühen. 
    • Es ist die Pflicht des Arbeitgebers, den Angestellten von der an sich bestehenden Arbeitspflicht durch entsprechende Erklärung zu befreien.
    • Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet, alle Möglichkeiten zur Gewährung der Arbeitsbefreiung auszuschöpfen.
    • Der Freizeitausgleich muss im Dienstplan besonders ausgewiesen und bezeichnet werden. Falls kein FZA gewährt wird, werden als Entgelt einschließlich des Zeitzuschlags und des auf den Feiertag entfallenden Tabellenentgelts höchstens 235 v.H. gezahlt.
    • Der Freizeitausgleich  geht  grundsätzlich einer Abgeltung durch Zahlung der Überstundenvergütung vor.
    • Überstunden müssen vom Arbeitgeber angeordnet und dienstlich notwendig sein.
    • Bei Überstunden richtet sich das Entgelt für die tatsächliche Arbeitsleistung nach der jeweiligen Entgeltgruppe und der individuellen Stufe, höchstens jedoch nach der Stufe 4.
    • Beschäftigte erhalten für Überstunden (§ 7 Absatz 7), die nicht bis zum Ende des dritten Kalendermonats - möglichst aber schon bis zum Ende des nächsten Kalendermonats - nach deren Entstehen mit Freizeit ausgeglichen worden sind, je Stunde 100 v.H. des auf die Stunde entfallenden Anteils des Tabellenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe und Stufe, höchstens jedoch nach der Stufe 4.
      Der Anspruch auf den Zeitzuschlag für Überstunden nach Absatz 1 besteht unabhängig von einem Freizeitausgleich. Beschäftigte erhalten neben dem Entgelt für die tatsächliche Arbeitsleistung Zeitzuschläge.
    • Die Zeitzuschläge für Überstunden betragen - auch bei Teilzeitbeschäftigten - je Stunde
           in den Entgeltgruppen 1 bis 9: 30v. H.,
           in den Entgeltgruppen 10 bis 15: 15 v. H.,
    • Das Jugendarbeitsschutzgesetz (§ 8), Mutterschutzgesetz (§ 8) sowie die Rechte von Schwerbehinderten (§ 124 SGB IX) und Teilzeitbeschäftigten (§ 11 TV-L) beinhalten besondere Schutzregelungen, wenn es um die Anordnung von Überstunden/ Mehrarbeit geht.
    • Die Mitbestimmungsrechte des Personalrats sind zu beachten.

    Wer Fragen zum Tarifvertrag der Länder (TV-L) oder zu dem Thema Überstunden hat kann sich an die ver.di – Betriebsgruppe oder an den zuständigen ver.di- Fachbereichssekretär wenden.

    ver.di-Betriebsgruppe KUM:

    • Titus Muschik 089/ 440075029
    • Michaela Steiner
    • Christian Pöchmann

    Weitere Informationen/Beratung für ver.di-Mitglieder:

    • 089.59977-7032

    Die Leistungen für Mitglieder: http://www.verdi.de/service/beratung-unterstuetzung