Städtisches Klinikum München

    NEIN zu Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung – ver.di will …

    TARIFinfo Juli 2014

    NEIN zu Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung – ver.di will einen Schutztarifvertrag

    Die Geschäftsführung hat ihre Vorstellungen zur Sanierung im Personalbereich vorgelegt. Als wichtige Maßnahmen werden formuliert:

    • Kürzung der Jahressonderzahlung
    • Kürzungen von (Zeit-)Zuschlägen
    • Aussetzen oder Verzögern von Tarifsteigerungen
    • Erhöhung der Wochenarbeitszeit
    • Kürzung des Jahresurlaubs

    Wir ver.di-Vertrauensleute und Betriebsräte lehnen diese Maßnahmen ab!

    In der Sitzung des Stadtrats am 8. Juli soll darüber entschieden werden. Bei dieser Sitzung muss sich der neue Stadtrat entscheiden, ob er Gesundheitspolitik in der Stadt gestalten und zielorientierten Sanierungskurs für die StKM vorgeben will – oder ob er weiterhin Geschäftsführungen und Unternehmensberatungen weiterwursteln lassen möchte.

    Viele Beschäftigte haben mit dem unkontrollierten Personalabbau in der »Perspektive 2015« bereits einen überproportionalen Sanierungsbeitrag geleistet. Wir ver.di-Vertrauensleute haben wir uns bereits auf Kernforderungen verständigt:

    Wir wollen einen Schutztarifvertrag, u.a. mit folgenden Inhalten:

    1. Keine betriebsbedingten Kündigungen
    2. Kein Lohn- und Gehaltsverzicht
    3. Keine Arbeitszeitverlängerung
    4. Keine weitere Fremdvergabe von Unternehmensleistungen
    5. Endlich eine Strategische Personalentwicklung

    Die Stadt als Gesellschafterin und die Geschäftsführung sollen nach dem Stadtratsbeschluss mit ver.di Verhandlungen über einen Schutztarifvertrag aufnehmen.

    Ein Tarifvertrag bietet für die einzelnen Beschäftigten den besten Schutz vor finanziellen und anderen Benachteiligungen.

    Wir sehen nicht ein, warum die Folgen jahrelangen Missmanagements der Stadt- und Unternehmens-Verantwortlichen nun von den einfachen Beschäftigten geschultert
    werden sollen!

    Wenn man ehrlich ist: Die Münchner Lebenshaltungskosten erfordern eigentlich Gehaltserhöhungen – nicht Kürzungen!