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    Lohndumping in der Sicherheitsbranche?

    Wach- und Sicherheitsdienste

    Lohndumping in der Sicherheitsbranche?

    Tarifrunde Wach- und Sicherheitsdienste 2015/2016
    Tarifinfo (02/2015) ver.di Tarifinfo (02/2015)  – Lohndumping in der Sicherheitsbranche?

    Sehr viele Beschäftigte aus ganz Bayern und vielen Sicherheitsfirmen kamen zum Auftakt der Tarifverhandlungen für die 25.000 Beschäftigten im bayerischen Wach- und Sicherheitsgewerbe vor dem Verhandlungsort zusammen, um gemeinsam für höhere Löhne zu demonstrieren.

    Gefordert wird eine Lohnerhöhung von 6,5% sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auf 700 €, 750 € bzw. 800 € (1., 2. und 3. Ausbildungsjahr). Das Verhandlungsergebnis ist auch auf derzeit nicht im Tarifvertrag enthaltene Tätigkeiten zu übertragen, wie z.B. bei den Sicherungsposten im Bahnverkehr. Auch hier muss es einen tariflichen Anspruch auf eine Lohnerhöhung geben.

    Zu Verhandlungen kam es allerdings nicht!

    Vehement lehnen die Arbeitgeber die Verhandlungen über die Löhne der Sicherheitsmit-arbeiter an Flughäfen ab. Diese soll der Fachverband Aviation in einem eigenen Tarifvertrag verhandeln. Damit wollen die Arbeitgeber die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche spalten und zukünftig niedrigere Löhne durchsetzen! Damit steht auch die Allgemeinverbindlichkeit des Lohntarifvertrages in Frage und es droht Lohndumping bei zukünftiger Auftragsvergabe. Auf Kosten unserer Einkommen! Das gilt es zu verhindern!

    Wir wollen auch zukünftig im bayerischen Lohntarifvertrag alle Tätigkeiten regeln, auch die der Beschäftigten in der Flughafensicherheit.

    Klar ist: Bevor es Verhandlungen über Lohnerhöhungen geben kann, muss dieser grundsätzliche Konflikt geklärt werden!

    Wie geht es weiter? Am Montag entscheidet der Fachverband Aviation, ob er zu gemeinsamen Verhandlungen mit dem BDSW bereit ist. Anschließend entscheidet auch der BDSW darüber. Erst wenn beide Arbeitgeberverbände gemeinsamen Verhandlungen zugestimmt haben, wird ein weiterer Verhandlungstermin vereinbart.

    Der nächste Verhandlungstermin muss noch in diesem Jahr stattfinden, damit es für die Beschäftigten keine Nullmonate gibt! Wir werden selbstverständlich weiter informieren.