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    GEMA: Zweite Verhandlungsrunde endet ohne akzeptables Arbeitgeberangebot

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    GEMA: Zweite Verhandlungsrunde endet ohne akzeptables Arbeitgeberangebot

    GEMA-Tarifrunde 2015

    Am 16. Juli fand die zweite Verhandlungsrunde zwischen der ver.di-Tarifkommission und dem Vorstand der GEMA statt. Ein Abschluss ist allerdings nicht in Sicht. Die Arbeitgeberseite bietet bislang nur eine geringe Erhöhung der Entgelte an: "Altbeschäftigte" sollen in 2015 und 2016 jeweils 0,5 Prozent auf die Entgelttabelle erhalten; zusätzlich jeweils weitere 0,7 Prozent als variable Vergütung bekommen. "Neubeschäftigte" sollen in 2015 1,2 Prozent und in 2016 1,7 Prozent auf die Entgelttabelle erhalten. Die Beteiligung der Beschäftigten an Sondererträgen soll von 8 auf 10 Prozent erhöht und die Kappungsgrenze auf 500.000 Euro angepasst werden.

    Die ver.di-Forderungen nach zwei zusätzlichen freien Tagen an Heiligabend und Silvester für die Neubeschäftigten, einer Sonderzahlung für ver.di-Mitglieder und zur Ausweitung des Geltungsbereiches der Tarifverträge auf die Tochtergesellschaften lehnt der Arbeitgeber generell ab.

    Die Verhandlungskommission bot dem Arbeitgeber im Laufe der Verhandlungen als Kompromiss an: Eine lineare Erhöhung für alle Beschäftigten von 3,0 Prozent in 2015 und weitere 3,0 Prozent in 2016. Eine variable Vergütung kann zusätzlich gezahlt werden. Desweiteren bleiben die Forderungen nach zwei zusätzlichen freien Tagen für die "Neubeschäftigten" und die Sonderzahlung für ver.di-Mitglieder auf der Tagesordnung.

    "Leider sah sich der Arbeitgeber trotz der von den Beschäftigten erwirtschafteten sehr guten Ergebnisse der letzten Jahre, insbesondere im vergangenen Jahr - das ertragsstärkste Jahr der GEMA-Geschichte -, nicht in der Lage, ein verhandelbares Angebot vorzulegen", kommentierte der ver.di-Verhandlungsführer Ulrich Beiderwieden das Angebot. "Wir erwarten für gute Arbeit auch ein gutes Entgelt."

    Die Verhandlungen wurden deshalb auf den morgigen Donnerstag, den 30. Juli, in Berlin vertagt.