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    Ein Dienst für alle Fälle!

    Sozialberatung

    Ein Dienst für alle Fälle!

    Drei Plakate: "Beibehalt der bewährten Fachlichkeiten! Umstrukturierung BSA/FhV/VMS: So nicht!", "Wer von euch hat sich diesen Streich ausgedacht?" und "Wertschätzung der bisherigen BSA-Arbeit - Hilfe aus einer Hand - Umstrukturierung: So nicht!" verdi BG Sozialreferat Sozialbürgerhäuser Protest 1

    In den Sozialbürgerhäusern helfen bisher die BezirkssozialarbeiterInnen (BSA) bei allen Fällen, egal ob bei Gewalt gegenüber Kleinkindern, Erziehungs- und Familienprobleme, psychischen Problemen, Verschuldung oder Betreuung von Senioren. Die Stadtratsmehrheit aus CSU und SPD will dieses dezentrale Hilfsangebot nun aufteilen: Zwei getrennte Dienste sollen sich auf bestimmte Themen spezialisieren. Über 600 Beschäftigte sind davon betroffen, nicht nur die etwa 400 Beschäftigten in der städtischen Bezirkssozialarbeit, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen der Vermittlungsstelle für Erziehungshilfen (VMS) und der Fachstelle für häusliche Versorgung (FhV).

    Der Clou daran: Laut Gesetz müsste durch die Aufteilung der eine Teil dann 90€ brutto weniger verdienen als bisher, statt S14 dann S12. Laut der Süddeutschen Zeitung wiegelte die Sozialreferentin Schiwy allerdings ab: "Nein, Mitarbeiter werden nicht zurückgestuft." Wie viel die Kolleginnen und Kollegen von so einer Versprechung halten, haben sie am 24.10.17 bei der Sitzung des Sozialausschusses klargemacht. Es geht dabei nicht nur um die reine Entlohnung, so sind die Entwicklungsmöglichkeiten in der S12 schwieriger als in der S14. Auch die Personalvertreter sehen die gesamte Reform für unnötig: Das neue Konzept sei viel zu unausgegoren, um 600 Arbeitsplätze in einem fachlich hoch sensiblen Bereich gänzlich auf den Kopf zu stellen. Moderne Sozialarbeit richte sich nach den Bedürfnissen der Menschen in einem jeweiligen, kleinteiligen Gebiet. Dort kümmerten sich die SozialpädagogInnen der BSA bislang um alle Sorgen der BürgerInnen.

    Am 24.10.2017 beschloss der Sozialausschuss und KJHA die Bezirkssozialarbeit sowie die beiden weiteren Fachlichkeiten, die Vermittlungsstelle für Hilfen zur Erziehung und die Fachstelle häusliche Versorgung massiv umzustrukturieren. Die betroffenen Beschäftigten hatten vor der Sitzung zu einem persönlichen Austausch eingeladen und ihre Meinung mit Plakaten mitgeteilt. Die ver.di Betriebsgruppe vom Sozialreferat wird sich weiterhin mit der Umstrukturierung beschäftigen. Das nächste Treffen dazu ist am 20.11.2017.

    Zwei Plakate: "Neuausrichtung? Gut gemeint bedeutet nicht gut gemacht!" und "MitarbeiterInnen hören! Sie sind die EXPERTInnen!" verdi BG Sozialreferat Sozialbürgerhäuser Protest 2