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    ver.di-Mitglieder bei der Helios Amper Kliniken AG haben entschieden! …

    ver.di-Mitglieder bei der Helios Amper Kliniken AG haben entschieden!

    97% Zustimmung für einen Erzwingungsstreik 29.11.2017
    Azubis am Aktionstag am Helios Klinikum Amper Dachau Christian Reischl Entlastung? Nicht nur was für junge Menschen. Azubis am Warnstreik beim HELIOS-Klinikum Dachau.

    „Die Eindeutigkeit des Abstimmungsergebnisses lässt nichts zu wünschen übrig“, so Robert Hinke, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di. Über 97% der abgegeben Stimmen haben sich für einen Erzwingungsstreik bei den Helios Amperkliniken in Dachau und Indersdorf ausgesprochen. Innerhalb weniger Tage, mit einem Wochenende dazwischen, konnten fast alle Mitglieder erreicht werden. „Die Beteiligung war überwältigend, etliche Beschäftigte traten neu der Gewerkschaft ver.di bei, um sich an der Entscheidung beteiligen zu können“, ergänzte ver.di-Betriebsbetreuer Christian Reischl. ver.di bereitet jetzt Arbeitskampfmaßnahmen vor.

    ver.di fordert eine spürbare Einkommenserhöhung, einschließlich eines Mindestbetrages von 90 Euro. Darüber hinaus eine Prozessvereinbarung zur Überprüfung der Personalsituation. Und vor allem ein Ausfall- und Konsequenzenmanagement, das auf Personalmangel im Interesse der Beschäftigten sowie der Versorgungsqualität und Sicherheit der Patienten verbindlich greift. Robert Hinke sagt: „Offenbar stehen Gewinnmargen einer Einigung zur Entlastung des Personals und einer Verbesserung der Patientenversorgung entgegen. Wenn die Arbeitgeber unseren Kompromissvorschlag schon nicht akzeptieren, erwarten wir konkrete Vorschläge von der Arbeitgeberseite, die aber in eine transparente, überprüfbare und verbindliche Regelung münden müssen. Die Arbeitgeber haben es in der Hand, ob es zu weiteren Streikmaßnahmen kommt. Ich hoffe sie wissen das Urabstimmungsergebnis zu werten.“

    „Ver.di hat sich Kompromissbereitschaft bewiesen, der Arbeitgeber bewegt sich kaum“, meint auch Christian Reischl: „Wir bereiten Arbeitskampfmaßnahmen vor.“ Ob es diesmal zu einer Notdienstvereinbarung kommt, stehe in den Sternen. Die letzten Streikmaßnahmen erfolgten auf Basis einer einseitigen Selbstverpflichtung der Gewerkschaft ver.di. Dadurch besteht keine Gefahr für Leib und Leben der Patienten.

    Pressekontakt

    Christian Reischl

    Tel. 0170 / 5749023 E-Mail. christian.reischl@verdi.de