Medieninformationen

    Warnstreik am Klinikum der Universität

    Warnstreik am Klinikum der Universität

    Küchen der KUM Dienstleistungs GmbH am Klinikum werden bestreikt 30.11.2016

    Wie schon am 17. November 2016 veröffentlicht, hat die Gewerkschaft ver.di mit der Geschäftsführung einer der beiden 100%igen Tochtergesellschaften (KUM Dienstleistungs GmbH) des Klinikums der Universität über 11 Monate gemeinsam einen Haustarifvertrag ausgehandelt. Im September konnten die Verhandlungen dann endgültig beendet und der Tarifvertragstext gemeinsam abgestimmt werden. Doch kurz bevor die Unterschriften unter den Tarifvertrag gesetzt werden sollten, hat der Aufsichtsrat der LMU Klinik unter Führung von Staatsminister Dr. Spaenle überraschend das Ergebnis und die Verbesserungen für die Beschäftigten im Niedriglohnbereich abgelehnt.

    Auch in einem zwischenzeitlich stattgefunden Gespräch konnte die Geschäftsführung der KUM Dienstleistungs GmbH die Änderungsbedarfe nicht stichhaltig benennen, um konstruktive Verhandlungen fortsetzten zu können. „Wir sehen uns gezwungen zu unserem letzten Mittel zu greifen und die Beschäftigten zu Streikmaßnahmen aufzurufen.“ teilte der Gewerkschaftssekretär Christian Reischl mit.

    Die Beschäftigten der KUM Dienstleistungs GmbH werden am

    am Donnerstag, den 01. Dezember 2016
    von 05:00 Uhr bis 17:00 Uhr ihre Arbeit niederlegen

    Die Gewerkschaft ver.di fordert die Geschäftsführung unverzüglich zur Unterzeichnung des Tarifvertrages auf. Der Gewerkschafter Reischl fordert, dass “der Aufsichtsrat endlich seine Blockadehaltung aufgeben muss. Staatsminister Dr. Spaenle als Vorsitzender kann nicht 2014 erklären, dass sie sich als Aufsichtsrat nicht in die Tarifverhandlungen einmischen und dann in letzter Sekunde reingrätschen“. Bisher werden die Beschäftigen in den Klinikküchen nach dem Tarifvertrag für das Gaststätten- und Cateringgewerbe bezahlt. Allerdings ist die Arbeit nicht mit denen von Beschäftigten in Gaststätten und im Catering vergleichbar. Durch die Ablehnung haben die Beschäftigten bei der Dienstleistungs-GmbH weiterhin keinen gültigen und verbindlichen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft hat einen Tarifvertrag, der sich an dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) orientiert, gefordert. Ziel der Gewerkschaft ist es, dass der gemeinsam verhandelte Tarifvertrag jetzt auch in Kraft gesetzt wird. „Der Tarifvertrag ist ein wichtiger Schritt gegen Erwerbs- und Altersarmut im Öffentlichen Dienst,“ so Reischl.

    „Die Nachverhandlungen müssen für beide Seiten akzeptabel und die Aussagen über die Wirtschaftlichkeit durch den Arbeitgeber müssen nachvollziehbar und begründet sein.“ so die Branchenverantwortliche Kathrin Weidenfelder von ver.di. Die Geschäftsführung der KUM Dienstleistungs GmbH führt die Wirtschaftlichkeit als Ablehnung des Tarifwerkes an. Für die Gewerkschafter ist das eine zu pauschale und nicht belegte Aussage. Sie halten an der Grundstruktur des Haustarifvertrages fest.

    Wir laden Sie als Medienberichterstatter/-innen ein, sich am 01. Dezember 2016 von 08.30 Uhr bis 9.30 Uhr im Streiklokal des Gewerkschafthauses, Schwanthalerstr. 64, in München selbst ein Bild von der Streikbereitschaft zu machen.

    Pressekontakt

    Christian Reischl

    Tel. 0170 / 5749023 E-Mail. christian.reischl@verdi.de