Medieninformationen

    G&D: Menschenkette am heutigen Freitag

    Giesecke&Devrient

    Menschenkette am heutigen Freitag, 13. März 2015, von 09:00 bis 11:00 Uhr

    13.03.2015

    Die Gewerkschaft ver.di hat am gestrigen Donnerstag zu einem 2-tägigen Warnstreik bei Giesecke & Devrient in München aufgerufen. Am heutigen Freitag, den 13.03.2015, wird von 09:00 bis 11:00 Uhr eine Menschenkette vom Haupteingang in der Prinzregentenstraße bis zum Tor in der Vogelweidestraße gegen den angekündigten radikalen Arbeitsplatzabbau protestieren.

    Im Februar war bereits 2 Tage lang vor allem der Banknotendruck und die Chipkartenpersonalisierung bestreikt worden, aber nach wie vor weigert sich die Geschäftsführung, mit ver.di Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag aufzunehmen. Sie verweist auf die gesetzlich vorgeschriebenen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan.

    „Auf einer Betriebsversammlung am Dienstag, 10.03.2015, mussten wir jedoch ganz den Eindruck gewinnen, dass die Geschäftsführung auch mit dem Betriebsrat nicht wirklich verhandeln will, schon gar nicht über den erschreckenden und überraschenden Umfang des Arbeitsplatzabbaus“, meint Sabine Pustet, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin. „Augen zu und durch“ sei offenbar das Handlungsmotto der Geschäftsführung.

    Im Verlauf der Betriebsversammlung mit rund 900 Teilnehmern forderte nach Bericht von ver.di der Betriebsratsvorsitzende die Anwesenden dazu auf, unter die Sitzfläche ihres Stuhles zu schauen, weil dort ein kleines Geschenk befestigt sei. Jede/r dritte fand eine rote Karte als Symbol für die zu erwartende Kündigung, die anderen fanden ein Pfeiferl. Der Betriebsratsvorsitzende bat die Menschen mit der roten Karte aufzustehen. „Es war ein herzzerreißendes Bild, das sich so ergab. Aber das gellende Pfeifkonzert der Kollegen und Kolleginnen als Meinungsäußerung gegen die beabsichtigten Entlassungen lässt hoffen, dass wir den notwendigen Druck für eine Verhandlungsbereitschaft der Geschäftsführung erzeugen können“, sagt ver.di.

    Pressekontakt

    Sabine Pustet

    Tel. 0171 / 483 37 65