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    Städtische Kliniken München – Qualifzierungseinheit ja, Gehaltseinbußen …

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    Städtische Kliniken München – Qualifzierungseinheit ja, Gehaltseinbußen nein

    18.03.2016
    StKM Neuperlach Rufus46, wikipedia.org (CC BY-SA 3.0) Fremdvergabe  – Immer weitere Teile des Städtischen Klinikums sollen fremdvergeben werden.

    Der Münchner Stadtrat hat für die Städtischen Kliniken hat ein Sanierungskonzept beschlossen, das unter anderem die Fremdvergabe von bisher intern erbrachten Dienstleistungen, wie z.B. der Küche, vorsieht. Ein Teil der Dienstleistungen (Textilservice) ist bereits fremdvergeben worden.

    ver.di kritisiert die Fremdvergabe von Dienstleistungen, da diese immer zu Lasten der Beschäftigten gehen und die Qualität der erbrachten Dienstleistungen in der Regel schlechter wird, als vorher.

    Durch das Sanierungsprogramm für die Städtischen Kliniken wird die Zahl der Beschäftigten bis zum Jahr 2022 von derzeit rund 8.000 auf 6.500 Beschäftigte reduziert. Von den etwa 1.500 Arbeitsplätzen, die zukünftig wegfallen, werden etwa 500 Menschen betroffen sein, die nicht durch Fluktuation (z.B. Verrentung) das Städtische Klinikum verlassen können.

    Es handelt sich um Beschäftigte, die sich teilweise seit Jahrzehnten mit qualifizierter und engagierter Arbeit um eine gute Gesundheitsversorgung in München kümmern. Sie dürfen nicht für politische Fehlentscheidungen und Managementfehler der Vergangenheit haftbar gemacht werden.

    Die Gewerkschaft ver.di fordert den Stadtrat auf, sich um diese Menschen zu kümmern. Einen ersten wichtigen Schritt hat der Stadtrat bereits unternommen. Er hat sich grundsätzlich für die Schaffung einer Qualifizierungseinheit ausgesprochen. Diese Qualifizierungseinheit hat die Aufgabe, die Beschäftigten, deren Tätigkeitsbereich aufgrund der Fremdvergabe wegfällt, für zukünftige Aufgaben außerhalb der Städtischen Kliniken zu qualifizieren.

    Die zentralen Forderungen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft sind:

    • Keine betriebsbedingten Kündigungen
    • Schaffung einer Qualifizierungseinheit mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Beschäftigungssicherung, Weiterbildung und Qualifizierung
    • Einkommenssicherung und Anerkennung bisheriger Beschäftigungszeiten
    • Die bevorzugte Übernahme der betroffenen Beschäftigten auf gleichwertigen Stellen der Landeshauptstadt München oder ihrer Tochtergesellschaften

    Statement Josef Fehlandt, ver.di-Sekretär für die städtischen Kliniken:

    „Die Stadt München darf sich nicht, zumal sie immer wieder betont eine soziale Arbeitgeberin zu sein, aus der sozialen Verantwortung für die Beschäftigten ziehen. Sie hat eine große politische Verantwortung als Alleineigentümerin der Städtischen Kliniken.“

    Am Mittwoch dieser Woche fand eine Kundgebung und eine Diskussionsveranstaltung mit Vertreter/innen des Stadtrates statt. Dabei haben die betroffenen Beschäftigten ihre berechtigen Forderungen dargestellt und an die politische Verantwortung des Stadtrats appelliert.

    Stadträte der Parteien SPD, Die Linke und der Bürgerlichen Mitte stellten sich der Diskussion mit über 60 betroffenen Beschäftigten. Vertreter/innen von CSU und FDP/Hut waren auch eingeladen, waren aber leider nicht gekommen.

    Pressekontakt

    Josef Fehlandt Tel. 0160 / 972 313 18