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    Aufruf zur Protestkundgebung der Beschäftigten des Kuratorium …

    Tarifkonflikt beim Kuratorium für Dialyse

    Aufruf zur Protestkundgebung der Beschäftigten des Kuratorium für Dialyse (KfH)

    02.05.2016

    Am 02. Und 03. Mai 2016 ruft ver.di bundesweit die ca. 5000 Beschäftigten in den 200 Nierenzentren des Dialyseanbieters „Kuratorium für Dialyse (KfH)“ zur Teilnahme an regionalen Protestkundgebungen auf.

    Auch in München rufen wir die Beschäftigten zu einer Kundgebung – unter dem Motto „Wir sind nicht die Sparschweine des KfH – Jetzt sind Wir dran!“ – auf.
    Diese findet am Dienstag, 03. Mai 2016 um 15:30 Uhr statt. Ort der Kundgebung ist der Giesinger Bahnhofsplatz, gegenüber der KfH-Niederlassung in München-Giesing.

    Damit soll der Druck auf den Arbeitgeber erhöht werden, in den gescheiterten Tarifverhandlungen über einen neuen Entgelttarifvertrag mit einem verbesserten Angebot zurück an den Verhandlungstisch zu kommen. Bereits heute liegen die Vergütungen der Pflegekräfte in der Dialyse bis zu 20% unter denen des für den Gesundheitsbereich maßgeblichen Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes!

    Vor diesem Hintergrund fordert ver.di eine Anhebung der Vergütungen um 7,5%, rückwirkend ab dem 01. Januar 2016 und eine Laufzeit von 12 Monaten. Das letzte Angebot der Arbeitgeber war die Einführung einer neuen Vergütungstabelle, die zu massiven Vergütungseinbußen für die Beschäftigten geführt hätte. Einzelne Berufsgruppen hätten damit Vergütungskürzungen von bis zu 30% hinnehmen sollen.

    Ein zugesagter Besitzstand für die Altbeschäftigten sollte nur statisch erfolgen, d.h. zukünftige Tariferhöhungen wären gegengerechnet worden. Statt Tabellenerhöhung sollte es für das gesamte Jahr 2016 nur eine Einmalzahlung geben.

    Statement von Josef Fehlandt, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär:

    „Die niedrigen Gehälter der Pflegekräfte in der Dialyse sind absolut unverständlich und nicht akzeptabel. Auch in der Dialyse sind immer weniger Beschäftigte für die Versorgung und Pflege Patienten vor Ort. Die Belastung der Beschäftigten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei ist das Engagement der Beschäftigten ist sehr hoch. Sie begleiten täglich nierenkranke Menschen während der Dialyse.

    Neben der hohen pflegerischen und medizinischen Professionalität der Beschäftigten gehört es auch zu ihren Aufgaben die meist sehr kranken Patientinnen und Patienten auch psychologisch gut zu betreuen und zu begleiten. An der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des KfH müssen auch die Beschäftigten angemessen beteiligt werden.

    Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht eindeutig in unsere Richtung bewegt, werden wir die Beschäftigten ab Mitte Mai 2016 zu Warnstreiks aufrufen.“

    Pressekontakt

    Josef Fehlandt Tel. 0160 / 972 313 18