Medieninformationen

    „Signalstreik“ bei der MVG

    Höhere Löhne statt längere Arbeitszeit

    „Signalstreik“ bei der MVG

    17.07.2017
    Aktionstag ÖPNV-Finanzierung Kevin Voß Stillstand bei Bussen und Bahnen: Mit einem Signalstreik möchte ver.di den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

    In den Tarifverhandlungen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) baut die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Druck auf den Arbeitgeber auf. ver.di fordert deutlich mehr Lohn. Der Arbeitgeber erwidert in unverständlicher Weise mit einer Gegenforderung nach einer Erhöhung der Arbeitszeit. Am Dienstag, 18.07.2017, werden nun Busse der MVG bestreikt. „Mit dem Streik soll ein erstes klares Signal gegen die Erhöhung der Arbeitszeit und für mehr Lohn gesetzt werden“, erklärt Franz Schütz, ver.di-Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer.

    Der Streik beginnt um 04:00 Uhr morgens. Die Streikenden versammeln sich am Dienstag, 18.07.2017 ab 07:00 Uhr vor dem Bus-Betriebshof in der Einsteinstraße 168, 81677 München. Dort gibt es die Möglichkeit mit Streikenden Interviews zu führen, für Film- und Fotoaufnahmen sowie für O-Töne mit Streikenden.

    Ein Bus-, Tram-, oder U-Bahnfahrer erhält aktuell 2.280 € brutto als Grundgehalt, zuzüglich Schichtzulagen und Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit.

    ver.di fordert in den Tarifverhandlungen für die MVG-Beschäftigten eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 €. Nach 12 Monaten sollen sie um weitere 5% angehoben werden. Weiterhin werden Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gefordert. Inzwischen haben zwei Verhandlungstermine stattgefunden. Am 19. Juli 2017 findet die dritte Verhandlungsrunde statt.

    ver.di will mit einem Signalstreik im Busbereich bei der MVG dem Arbeitgeber ein klares Signal für eine deutliche Lohnerhöhung und gegen die Erhöhung der Arbeitszeit geben. Der Druck auf die Verhandlungen soll somit erhöht werden.

    „Die Beschäftigten der MVG brauchen mehr Geld und nicht eine längere Arbeitszeit. Die Belastung hat im Nahverkehr in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wir brauchen qualifizierte und gesunde Beschäftigte, die von ihrem Einkommen in München leben können.“ So kommentiert Franz Schütz das Arbeitgeberansinnen.

    Die sog. Alt-Fahrer, die noch bei der Stadtwerke-Muttergesellschaft beschäftigt sind, sowie die Busse der Kooperationspartner der MVG werden nicht zum Streik aufgerufen. Dadurch wird nur ein kleiner Teil Buslinien betroffen sein. Die Fahrgäste sollen von dem Streik weitgehend verschont bleiben. Je nach Verlauf der nächsten Verhandlungsrunde schließt Franz Schütz weitere Arbeitsniederlegungen nicht aus.

    Pressekontakt

    Franz Schütz

    ver.di-Gewerkschaftssekretär Verkehr Tel. 0170 / 916 44 04

    Manfred Weidenfelder

    ver.di-Verhandlungsführer Verkehr Tel. 0171 / 527 96 15

    Heinrich Birner

    ver.di-Geschäftsführer München & Region Tel. 0170 / 574 90 02