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    Tarifvertrag Entlastung: ver.di fordert das HELIOS Amperklinikum …

    Tarifvertrag Entlastung des Krankenhauspersonals

    Tarifvertrag Entlastung: ver.di fordert das HELIOS Amperklinikum Dachau zu Tarifverhandlungen auf

    28.07.2017
    Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump ver.di hat das HELIOS Amperklinikum Dachau zu Verhandlungen über die Entlastung der Krankenhausbeschäftigten aufgefordert.

    ver.di hat sich im Rahmen der anstehenden Tarifverhandlungen mit der HELIOS Amperklinik in Dachau neben der Vergütung und einem modernen Eingruppierungssystem auch einen Tarifvertrag Entlastung zum Ziel gesetzt.

    Durch die Personalnot ist der Druck auf die Beschäftigten enorm. Sogar gesetzlich vorgeschriebene Pausen können oft nicht genommen werden. Vor allem Pflegkräfte haben permanent die Sorge, nicht so pflegen und versorgen zu können, wie es fachlich geboten wäre. Der Dauerstress belastet und macht viele Beschäftigte sogar krank.

    „Dass Arbeit so organisiert werden muss, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird, gilt auch für Krankenhäuser“, erläutert Christian Reischl, Gewerkschaftssekretär. „Alle wissen um die dramatische Situation und die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung“, ergänzte Betriebsrats- und Tarifkommissionsmitglied Thomas Günnel.

    Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen sind eingebettet in die bundesweite Bewegung der Gewerkschaft ver.di für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 % der Pflegekräfte müssen nachts allein durchschnittlich 26 Patient/innen pflegen und versorgen. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung.

    ver.di erwartet die zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen. „Die Geduld und die Kraft der Beschäftigten in den Kliniken ist restlos aufgebraucht“, so Gewerkschafter Reischl.

    Pressekontakt

    Christian Reischl: 0170 / 574 90 23 oder christian.reischl@verdi.de Thomas Günnel: 0172 / 269 58 23 oder guennel.thomas@gmail.com