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    Nach der "Ehe für alle" - Keine Teilzeit- und Befristungsfalle …

    Nach der "Ehe für alle" - Keine Teilzeit- und Befristungsfalle für Frauen?

    ver.di-Frauen München diskutieren am 4. Juli 2017 mit Bundestagskandidatinnen 29.06.2017
    Zwei Frauen dürfen endlich heiraten. Monet, AdobeStock Nach der Ehe für alle: Kommt jetzt auch ein Auskommen für alle?

    Als bisher einzige DGB-Gewerkschaft in München veranstaltet ver.di München & Region eine Podiumsdiskussion zur Frauenpolitik im Bundestagswahlkampf:

    • am Dienstag, 4. Juli 2017
    • von 18.30 bis ca. 21:00 Uhr
    • im DGB-Haus München, Großer Saal, Schwanthalerstraße 64

    "Unter Frauen sind parteienübergreifende Bündnisse oft eher möglich, wie die Durchsetzung des NEIN heißt NEIN im neuen Sexualstrafrecht gezeigt hat", erklärt Agnes Kottmann vom Bezirksfrauenrat der Gewerkschaft ver.di in München. "Warum also nicht für Bundestagsmehrheiten zum Beispiel gegen die Teilzeit- und Befristungsfalle bei Frauen streiten? Was bei der 'Ehe für alle' gelingt, könnte auch bei anderen wichtigen Themen möglich sein - wie der Aufwertung von schlecht bezahlten Frauenberufen wie den Sozial-, Erziehungs- und Pflegediensten oder der Bekämpfung der Altersarmut von Frauen", ist Heinrich Birner, Geschäftsführer von ver.di München, überzeugt.

    Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass fast alles, was falsch läuft und ungerecht ist in dieser Gesellschaft, Frauen besonders stark trifft.

    Agnes Kottmann, Bezirksfrauenrat München

    Besonders in der Frauenarbeitsstadt München mit dem hohen Anteil an weiblichen Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst ist eine koordinierte Frauenpolitik möglich und nötig. Die Frauengewerkschaft ver.di, deren Mitglieder bundesweit und auch in München überwiegend weiblich sind, will deshalb mit den Bundestagskandidatinnen Claudia Tausend (SPD), Nicole Gohlke (LINKE), Anna Schmidhuber (GRÜNE) sowie den Parteien-Vertreterinnen Dorothea Wiepcke (CSU) und Sabrina Böcking (FDP) Gemeinsamkeiten und Differenzen in den Wahlkampfprogrammen ausloten.

    "Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass fast alles, was falsch läuft und ungerecht ist in dieser Gesellschaft, Frauen besonders stark trifft", meint die Vertreterin der ver.di-Bezirksfrauen. "Der Niedriglohnsektor ist weiblich, Arbeiten in der Teilzeit- und Befristungsfalle ist weiblich, schlecht bezahlte Care- und Sorgearbeit ist weiblich, Alleinerziehende auf Hartz IV sind meist weiblich. Kein Wunder, dass Altersarmut dann auch weiblich ist."

    Deshalb ist die Podiumsdiskussion zur Frauenpolitik im Bund auch eine Art Koalitionstest für Chancengleichheit und Gleichstellung. Denn: WER DIE GESELLSCHAFT ZUSAMMENHALTEN WILL, MUSS FRAUEN BESSERSTELLEN, so das Motto der Veranstaltung (siehe Einladung und Flyer).

    Agnes Kottmann hofft deshalb: "So gibt es vielleicht doch noch Rot-Rot-Grün, zumindest unter den Frauen am 4. Juli im Münchner Gewerkschaftshaus."

    Pressekontakt

    Agnes Kottmann, Tel. 0172 / 988 44 35 Heinrich Birner, Tel. 0170 / 574 90 02