Medieninformationen

    Beschäftigte des Blutspendedienstes hängen in der Luft

    StKM und BRK bejubeln Entscheidung des Bundeskartellamts

    Beschäftigte des Blutspendedienstes hängen in der Luft

    29.03.2016
    Blutspende Blood donation by ec-jpr, flickr.com (CC BY-NC-ND 2.0) Unsicheres Warten  – Die Beschäftigten, die dem Betriebsübergang widersprochen haben, wissen bis heute nicht, was aus ihnen wird.

    Das Städtische Klinikum München (StKM) und der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD-BRK) haben heute eine Presseinformation mit einer Jubelmeldung abgesetzt. Das Bundeskartellamt habe per Brief vom 24.03.2016 erklärt, einem Verkauf des städtischen Blutspendedienstes an das BRK nicht zu wiedersprechen.

    Den rund 100 betroffenen Beschäftigten ist aber in keinster Weise zum Jubeln zumute. Einen Tag vor Weihnachten bekamen Sie vom BRK ein Arbeitsvertragsangebot. Darin war aber keine Garantie des Arbeitsortes München enthalten. Der Einsatzmöglichkeit an einem anderen Standort sollte mit dem angebotenen Vertrag zugestimmt werden. Das BRK hat aber Standorte in ganz Bayern. Innerhalb von vier Wochen hätten sich die Beschäftigten über die Feiertage und den Jahreswechsel hinweg entscheiden müssen, ob sie annehmen oder nicht. Kein Wunder, dass 70 % der Beschäftigten dem Betriebsübergang zum BSD-BRK widersprochen haben.

    StKM-Geschäftsführer Dr. Axel Fischer erklärt in der Presseinformation: „Ein besonderes Anliegen war uns die Weiterbeschäftigung der übergehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Das ist Augenauswischerei. Die Beschäftigten, die dem Betriebsübergang widersprochen haben wissen bis heute nicht, was aus ihnen wird. Und der Betriebsübergang soll bereits zum 1. April 2016 erfolgen.

    ver.di fordert das Städtische Klinikum München auf, noch vor dem Betriebsübergang den betroffenen Mitarbeitern gegenüber rechtsverbindlich den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen zu erklären.

    Die Stadt München und ihre Beteiligungsgesellschaften fordert ver.di auf, den internen Stellemarkt für die betroffenen Beschäftigen des Blutspendedienstes zu öffnen und sie über alle offenen Stellen zu informieren.

    Als weitere Maßnahme muss die Qualifizierungseinheit, über die der Stadtrat am 30. April 2016 beschließen will, auch für die Beschäftigten des Blutspendedienstes geöffnet werden.

    Pressekontakt

    Heinrich Birner

    Tel. 0170 / 574 90 02