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    „Warn-Signal“ an die Geschäftsführung der MVG

    Höhere Löhne statt längere Arbeitszeit

    „Warn-Signal“ an die Geschäftsführung der MVG

    09.09.2017
    Aktionstag ÖPNV-Finanzierung Kevin Voß Aktionstag ÖPNV-Finanzierung

    In den seit Juni laufenden Tarifverhandlungen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) baut die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Druck auf.

    Die Geschäftsführung der MVG hält nach wie vor an ihrer Gegenforderung nach einer Arbeitszeiterhöhung, mit der die Lohnerhöhung „erkauft“ werden soll, fest. Die ver.di-Tarifkommission fordert dagegen die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Fahrdienstbeschäftigten real, also ohne Gegenkompensation, zu verbessern.

    Am Montag den 11.09.2017, werden nun Busse und die Tram der MVG bestreikt. „Mit diesem Streik am letzten Ferientag wollen wir dem Arbeitgeber MVG ein letztes Warn-Signal senden, dass es kein Koppelgeschäft zwischen Lohnerhöhung und Arbeitszeitverlängerung gibt, erklärt Franz Schütz, ver.di-Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer.

    Der Streik beginnt um 3:30 Uhr morgens.

    Die Streikenden versammeln sich ab Streikbeginn bis 10:00 Uhr an den beiden Standorten:

    • Bus- und Tram-Betriebshof Ost, Einsteinstraße 168, 81677 München
    • Bus-Betriebshof West , Hans-Tonauer-Straße 5.

    Dort gibt es die Möglichkeit mit Streikenden Interviews zu führen, für Film- und Fotoaufnahmen sowie für O-Töne mit Streikenden.

    Ein Bus-, Tram-, oder U-Bahnfahrer erhält aktuell 2.280 € brutto als Grundgehalt, zuzüglich Schichtzulagen und Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit.

    ver.di fordert in den Tarifverhandlungen für die MVG-Beschäftigten eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 €. Nach 12 Monaten sollen sie um weitere 5% angehoben werden. Weiterhin werden Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gefordert. Inzwischen gab es bereits drei ergebnislose Verhandlungen. Am 13. September 2017 findet die vierte Verhandlungsrunde statt.

    ver.di will diesem letzten Warn-Signalstreik im Bus- und Trambereich bei der MVG dem Arbeitgeber ein klares Signal für eine deutliche Lohnerhöhung und gegen die Erhöhung der Arbeitszeit geben. Der Druck auf die Verhandlungen soll somit erhöht werden.

    „Die Geschäftsführung der MVG hat sich mit ihrer unglaublichen Forderung, dass die Beschäftigten ihre Lohnerhöhung mit einer längeren Arbeitszeit selbst finanzieren sollen, verzockt“, so ver.di Geschäftsführer Heinrich Birner. „Jetzt muss sie einen Vorschlag vorlegen, wie sie da wieder rauskommen kann.“

    „Die Beschäftigten der MVG brauchen mehr Geld und nicht eine längere Arbeitszeit. Die Belastung hat im Nahverkehr in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wir brauchen qualifizierte und gesunde Beschäftigte, die von ihrem Einkommen in München leben können.“ So kommentiert Franz Schütz das Arbeitgeberansinnen.

    Streikleiter vor Ort sind:

    Bus- und Tram-Betriebshof Ost, Truderingerstraße 2/ Einsteinstraße 168

    Manfred Weidenfelder, Tel. 0171/5279615

    Landesfachbereichsleiter Verkehr

     

    Bus-Betriebshof West, Hans Thonauer Str.5, München

    Erich Brändle, Tel. 0151/42518980

    Gewerkschaftssekretär

    Pressekontakt

    Franz Schütz

    ver.di-Fachsekretär Ver- und Entsorgung Tel. 089/59977-7111