Klinikum der Universität München

    Neue Personalbedarfsberechnungen für die KUM-Pflegebereiche

    ver.di Betriebsgruppe KUM

    Neue Personalbedarfsberechnungen für die KUM-Pflegebereiche

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    am KUM werden im Pflegebereich neue Personalbedarfsberechnungen durchgeführt.

    Es gibt sehr viele Methoden der Personalbedarfsermittlung, die je nach Wirtschafts- und Interessenslage herangezogen werden können:

    Für uns ist wichtig, dass:

    • mit allen Pflegenden die Auswirkungen dieser neuen Personalbedarfsberechnung für ihren Bereich sowie die Budgetvereinbarungen transparent besprochen werden

    • die stationären Leistungen definiert werden, die sachgerecht und notwendig und in welcher Qualität zu erbringen sind

    • die Behandlungsschwerpunkte und der Schweregrad von Erkrankungen mit dem zeitlichen Pflegeaufwand analytisch berücksichtigt werden, und z.B. Umkehrisolierungen, die zu einer Bettensperre führen und eine schlechtere Belegungsstatistik nach sich ziehen, nicht zu einer schlechteren Personalbedarfsberechnung führen dürfen

    • es klare Aufgabengliederungen, Arbeitsablaufplanungen und Managementstrukturen gibt

    Wir fordern, dass:

    1. bei diesen Berechnungen auch alle Schnittstellen (z.B. die Gruppe der Ärzte, KTD etc. ) mit einbezogen werden müssen, da sie unmittelbaren Einfluss auf die Arbeitsinhalte und – abläufe der Berufsgruppe der Pflege haben.

    2. unsere krankenhausspezifischen, individuellen Organisationsstrukturen und –defizite dabei berufsgruppenübergreifend analysiert und optimiert werden.

    3. die Funktionsbeschreibungen der Pflegeberufe sowie alle qualitätsindizierten Kenn- und Anhaltszahlen zeitlich berücksichtigt und Vorbehaltsaufgaben für die (Pflege-) Berufsgruppen festgelegt werden.

    4. auch längere Wegezeiten, berufsfremde Tätigkeiten, Patiententransporte, Schleusentätigkeiten, Umstrukturierungen, Zertifizierungen und Qualitätssicherung von QMBs sowie Mentoren und Praxisanleitertätigkeiten bei der Anzahl der benötigten Vollkräfte mit der Anzahl der Leistungen in einem festgelegten Zeitraum sowie der Zeitaufwand pro Leistung genau berücksichtigt werden.

    5. die notwendige Anzahl der Beschäftigten pro Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der Ausfallzeiten regelmäßig ermittelt und Überstundensalden pro Bereich in VK Stellen umgerechnet und sofort nachbesetzt werden.

    Personalbedarfsberechnung findet nicht am Schreibtisch statt, sondern muss durch persönliche Gespräche mit allen betroffenen Beschäftigtengruppen (Ärzte, Pflege, KTD, Logistik, Patientenaufnahme, Reinigungskräfte etc.) unter Berücksichtigung von älteren, leistungsgeminderten/ -gewandelten Mitarbeitern, Gleichgestellten und Schwerbehinderten erfolgen.

    Bringen Sie als KUM-Beschäftigte jetzt Ihre Erfahrungen bei der Personalbedarfsermittlung ein!

    Bei Rückfragen und/oder Rückmeldungen können Sie sich an Ihre ver.di Betriebsgruppe und/oder Ihren Personalrat wenden.

    Weitere Informationen zum Thema Personalbemessung beim ver.di Personalcheck.