Städtisches Klinikum München

    Brief an Dieter Reiter: Personalplanung und Personalentwicklung …

    Brief an Dieter Reiter:

    Personalplanung und Personalentwicklung bei dem Städtischen Klinikum München

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter,

    als Tarifvertragspartei und als unmittelbare Interessenvertretung aller Beschäftigten der Städtischen Klinikum München GmbH wenden wir uns heute an Sie als Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender.

    Seit der Beschlussfassung im Stadtrat am 08.07.2014 entsteht in der Wahrnehmung der Beschäftigen und uns als Gewerkschaft eine zunehmend schwierigere Situation in den einzelnen Häusern.

    Wir wollen das anhand einiger Beispiele darstellen:

    • Die Neuropsychologie in Bogenhausen mit rund 90 Beschäftigten wird zum 01.02.2015 geschlossen. Obwohl die Schließung seit vielen Monaten bekannt ist, wissen die Beschäftigten bis heute nicht, ob sie überhaupt eine Zukunft - und falls ja - welche Zukunft sie in der StKM haben.

    • Die Fremdvergabe von Arbeitsbereichen – unter Umständen schrittweise oder auch in einem Zug sind geplant, ohne dass dies im Sanierungskonzept formu- liert wurde. Als Beispiel sei hier die Bettenaufbereitung genannt. Hier sind wir in großer Sorge um die Mitarbeiter/-innen und die zukünftige Versorgungsqualität. Desweiteren haben wir keine Klarheit über die Arbeitsbedingungen bei dem Dienstleister.

    • Es gibt nach wie vor keine interne Stellenbörse – es ist bis heute nicht klar, unter welchen Bedingungen Beschäftigte der StKM zur Mutter resp. anderen Töchtern der Mutter wechseln können.

    • Die Unsicherheiten bei den Beschäftigten steigen deutlich, da eine transparente Planung fehlt, welche Abteilungen von welcher Umstrukturierung zu welchem Zeitpunkt mit wie vielen und welchen Mitarbeitern/innen betroffen sind. Gerade der letzte Punkt führt dazu, dass eine "Abstimmung mit Füßen“ stattfindet und Beschäftigte bei einer sich bietenden passenden Gelegenheit die StKM zugunsten einer sicheren Zukunftsperspektive verlassen.

    • Das wiederum führt zu weiterer Leistungsverdichtung und Mehrarbeit. Diese Situation korrespondiert mit der Zunahme von Personalgesprächen, ins- besondere mit älteren, leistungsgeminderten oder kranken Mitarbeitern.

     

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter,

    dies sind nur einige Beispiele, die Ihnen die prekäre Situation vieler Beschäftigter verdeutlichen sollen. Wir schreiben Ihnen das nicht nur aus Sorge um die Beschäftigten, sondern der StKM insgesamt.

    Gerne sind wir bereit, in einem Gespräch mit Ihnen die Situation vertieft zu erörtern und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Norbert Flach
    Stv. Landesbezirksleiter ver.di Bayern