München & Region

    Niveauunterschied vom TV-L zum TVöD im Schnitt bei 4,1%

    UniKUM 1-2014

    Niveauunterschied vom TV-L zum TVöD im Schnitt bei 4,1%

    Schon seit Einführung des TV-Länder werden die Beschäftigten bei den Unikliniken, für die der TV-L gilt, schlechter bezahlt als die Beschäftigten bei den kommunalen Kliniken, für die der TVöD gilt. Durch den Tarifabschluss für den TVöD zum 1. März 2014 ist der Unterschied weiter gewachsen. 

    Inhalt des TVöD Abschluss:

    • Erhöhung ab 1. März 2014 um 3%, aber mindestens 90 Euro mehr im Monat
    • Weitere Erhöhung im März 2015 um 2,4%
    • 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten

    Die Tabellen des TV-L wurden zuletzt zum 1. Januar 2014 um 2,95 % erhöht. Der Niveauunterschied bei den Grundentgelten wird dadurch zum 1. März 2015 im Schnitt 4,1% betragen.

    Es gibt auch Unterschiede bei anderen Leistungen, die sich im Tarifvertrag wiederfinden. Dies resultiert aus der schlechten Durchsetzungsfähigkeit der Tarifbeschäftigten bei den Ländern. Dies zeigt sich in der geringen Streikbereitschaft, die wiederum vom geringen Organisationsgrad der Beschäftigten in der Gewerkschaft herrührt. Diese bezahlt während eines Warnstreiks auch Streikgeld als Lohnausfall. Denn oft ist es vielen Beschäftigten nur mit Streikgeld möglich, von ihrem Streikrecht Gebrauch zu machen, da sie mit jedem Euro rechnen müssen.

    „Ich bekomm‘s ja eh!“

    sagen viele Beschäftigte im TV-L-Tarifbereich auf die Frage, warum sie sich nicht in der Gewerkschaft organisieren bzw. nicht am Warnstreik teilnehmen. Dies führt zum niedrigeren Tarifniveau im TV-L im Vergleich zum TVöD-Bereich. Dies, obwohl die Refinanzierung durch die Fallpauschalen für Unikliniken genauso gut/schlecht ist wie bei kommunalen Kliniken.

    Ein Beispiel:

    Kr 7a Stufe 3

    Kr 7a Stufe 6

    TV-L

    (31.12.2014)

    TVöD

    (01.02.2015)

    TV-L

    (31.12.2014)

    TVöD

    (01.02.2015)

    2.564,33 Euro

    2.668,29 Euro

    3.037,14 Euro

    3.144,54 Euro